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Wörterbuch der elsässischen Mundarten  
 
bucheⁿ bis Gebëtbuech (Bd. 2, Sp. 10a bis 10b)
 
  bucheⁿ [pùə Urbis; pyχə fast allg.; pœyχə Bühl; pàùχə N.] 1. die Wäsche in Lauge legen und kochen, bäuchen. Rda. s is e rëchti Fraü, si kaⁿⁿ bucheⁿ un bacheⁿ un e Guck-in-Ofeⁿ macheⁿ Hi. Zum B. kaⁿⁿ meⁿ keⁱⁿ Koʰlenäsch brucheⁿ Bf. In dr Karwoch soll mr nit b., sunst bucht mr e Mann ze tot Str. ‘Bùche-n-bache Un e Mannshemd mache: Wer diss kann, Bekummt e Mann’ St.; scherzh.derbe Var. mit hochd. Formen: Sⁱe kann b. un bacheⁿ un aus un ein macheⁿ Dunzenh. ‘gebauchet oder ein Wesch gehabt’ Zab. Hexenprozess 1620. ‘faire la buée bauchen’ Martin Coll. 177. ‘desglichen söllent sü die ... tischlachen, handqueheln ... nit tun z buchen noch z weschen ussewendig des hofes’ Str. 15. Jh. Brucker 55. 2. abs. oder ins Bett b. pissen NBreis. Katzent. Ingw. Zss. Buchbütte, –hus Seite 383, –kessel Seite 474, –kuche Seite 421, –schrageⁿ, –seil, –wäsch, –zapfeⁿ. — Schweiz. 4, 977. F. Schwäb. 691. Bayer. 195.

Buche, Buchi [Pýə Liebsd. Pfetterhsn. Henfli.; Pỳə Wittenh.; Pýi Sier. Banzenh.; Pỳi Olti.] f. Wäsche, sog. große Wäsche. — Schweiz. 4, 978.

Buchereⁿ f. Wäscherin Hlkr. Bf.; Syn. Buchewäschereⁿ Liebsd., Buchi Banzenh.Schweiz. 4, 978.
 
 
Buech, Buch [Pỳəχ u. Pỳaχ fast allg.; Pŷχ Str. Han.; Pûχ Betschd. Hatten W.; Pl. mit Umlaut –ər fast allg., –ərə W.; Demin. Pìəχli, –lə, –la O.; Pìəχl, Pìaχl U.; Pîχl Str. Betschd. Hatten Han. W.] n. 1. Buch. Rda. Redeⁿ wi e B. Str. Im schwarzeⁿ B. siⁿ bi eiⁿm schlecht angeschrieben sein U. Lue in's B.! Ingenh. ‘S haißt au: Ochs, schau uf's Buech, pass auf, wemmerr e Frau will nemme’ Pfm. II 6. 2. Gebetbuch. Der nimmt s ganz Joʰr keⁱn Buech in d Häng (von einem schlechten Christen) Ingenh. 3. Kontobuch: Wü vil steʰt im Buech? Dunzenh. Ër holt uf s Büechle auf Borg Su. Si holeⁿ alles uf s Büechl Str. Zss. –stabe. — Schweiz. 4, 685. Bayer. 197.

Bannbuech [Pànpỳəχ Schlettst. K. Z.; Pànpûχ Betschd.; Pànpŷχ Han. W., bes. in der alten Grafschaft Nassau-Saarwerden] n. altes Grundbuch. Die Bannbücher sind in ihrer jetzigen Gestalt angefertigt

[Bd. 2, Sp. 10b]
auf Veranlassung der früheren Herrschaften im 17. und 18. Jh., z. B. für Ostwald — damals Illwickersheim — auf Veranlassung des Kgl. Prätors Klinglin.

Bëtbüechle n. Gebetbuch Banzenh. ‘Ich rhit in, das sies lisen binden Gleich an ire Betbüchlin hinden’ Fisch. Flöhh. 25 f. — Schweiz. 4, 991.

Bethbuch, Beetbuch n. Abgabenverzeichnis Lauterb. 96.

Bilderbüechel n. kleines Bilderbuch Geud.

Ditobüechle n. ein Heft, in welches der Lehrer die Noten über Fleiß und Betragen der Schüler eintrug Mü. ‘Gang a di Blatz, du Gagle, unn wenn der's nonemol g'schieht, se schriew i der's ins Ditobièchle!’ Stöber Mäder 17.

Eveⁿgelieⁿbuech n. Evangelienbuch. Rda. Dëm siⁿ Mul is keⁱn E. er ist ein gewissenloser Lügner Bf. s. auch Evangeli Seite 17.

Gebëtbuech Banzenh. K. Z., Demin. Gebëtbüechl Z. n. 1. Gebetbuch, Postille. 2. Demin. scherzh. für ein Spiel Karten Hf. Schweiz. 4, 991.