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Wörterbuch der elsässischen Mundarten  
 
umme legeⁿ bis Leg(e) (Bd. 1, Sp. 573b bis 574a)
 
 umme legeⁿ 1. auf die andere Seite legen; 2. auf die Seite besonders legen Su. Schweiz. 3, 1179.

 PfWB  RhWB underlegeⁿ 1. wie hochd. Dr Waeⁿ u. einen Stein, ein Stück Holz unter das Rad legen, um den Wagen aufzuhalten: Ingerleij deⁿ Waujeⁿ hurti! Ingenh. 2. hinterlegen, ein Pfand vor Zulassung eines Prozesses Su. Dü. Schweiz. 3, 1185.

uslegeⁿ wie hochd. 1. ausgeben: Iʰ ha vil für ⁱʰne usgeleit Breitenb. 2. auslegen, auseinander setzen, erklären: ‘Ja, das jhr auch vergiffter seit Hab ich hie oben aussgeleit’ Fisch. Flöhh. 1864; auffassen: Si hän das Ding lëtz usgleit (zu meinen Ungunsten) verstanden Dü. Schweiz. 3, 1187.

 PfWB  LothWB  RhWB überlegeⁿ wie hochd. Iʰ will mir das Ding (die Sach noch U.) ü. Dü.Schweiz. 3, 1178.

verlegeⁿ 1. einen Gegenstand nicht an den dazu bestimmten Platz legen. Iʰ möcht nur wisseⁿ, wo dr Hammer is; iʰ hab iʰⁿ allewëj verleit Dü. Insbes. v. von den Hühnern, welche die Eier nicht in das gewöhnliche Nest legen U. Rda. Er lauft ʰerum, wie e Hueʰn, wo verlejt het Str. 2. aufschieben: Er verlejt alles von eiⁿm Ta zuem andreⁿ Str. Schweiz. 3, 1188.

vor legeⁿ wie hochd. Er het sini Papirer müessen v.; lei doch s Holz besser vor! Dü.Schweiz. 3, 1189.

 PfWB zsammeⁿlegeⁿ 1. Geld zusammenschiessen zu einem gemeinsamen Zweck. 2. zusammenfalten (Papier, Kleider, Wäsche u. s. w.). ‘Ich schryb d’ Brief unlinjiert und lay si zsamme scheen’ Pfm. I 7. — Schweiz. 3, 1191.

[Bd. 1, Sp. 574a]

leckeⁿ [lèkə Rauw. Wh.] das Getreide in Schwaden (Leckeⁿ) zusammenlegen. In Rauw. gilt der Ausdruck nur beim Mähen des Hafers, der, um zu trocknen, zusammengerecht (d. i. geleckt) und später erst in Garben vereinigt wird, während andere Getreidearten sogleich gebunden werden.

Beleg [Plêk Su.] m. 1. Besatz, Saum unten am Weiberrock; Futter des Rockes.

Geleg [Kəlæi, Pl. –ər Bisch.] n. einzelne Reihe Rebstöcke: dis Stück het sechs Geleier. — Schweiz. 3, 1173; vgl. Schwäb. 3, 348.

Leg(e), Legi, Leck [Lêkə Olti. Liebsd.; Lêki Roppenzw.; Lèk Hlkr. bis Wh.; Pl. –ə] f. ( n. Prinzh. Lohr Wh.) Schwaden, Reihe, Schicht. Uf dem Wajeⁿ sin fünf L. Garweⁿ Logelnh. Mach zerst e L. Äsch, dernoʰ e L. Eier! Rapp. Dis Stück het schöni Frucht ghet, es lijt ganz voll Leckeⁿ Lobs. Zss. leckeⁿswis. — vgl. Schweiz. 3, 1196.