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Wörterbuch der elsässischen Mundarten  
 
belegeⁿ bis verlegeⁿ (Bd. 1, Sp. 573a bis 573b)
 
 belegeⁿ 1. bedecken (den Tisch mit einem Tischtuch). 2. den Fussboden mit Dielen oder Platten belegen, eine Strasse pflastern: Iʰ ha d Stub frisch b. lossen Dü. 3. belagern Geiler J. Sch. 7. — Schweiz. 3, 1191.

 PfWB  RhWB erlegeⁿ mit Stahl belegen: Dëʳ Karst muess rlegt [ərlèkt] siⁿ Geberschw.Schweiz. 3, 1186.

in legeⁿ wie hochd. 1. Wäsch i. l. Wäsche in die Bütte legen zum Bäuchen. Auf die Wäsche wird das Äscheⁿtuech ausgebreitet, darauf die Holzasche zur Bildung der Lauge bestimmt Bf. K. Z. D Frucht in d Maschine i. l. Wëⁿⁿ mr Stroʰ schnidt, derf mr nit ze dick i. l. Dü. Win i. l. auf Lager legen U. ‘und obe er den (Wein) nit verkoufen kann, so mag er ine inleigen’ Str. 1461 Brucker 555. Gëld i. l. auf die Sparkasse tragen Geisp. Eʰr i. l. wie hochd. allg. Mit dem leis nit vil Eʰr ing! Ingenh. Heü, Oʰmt i. l. Heu oder Grummet für den eigenen Bedarf ernten und aufbewahren; Ggs. verkaufen Z. Rëweⁿ i. l.: iʰ will noch e Zilt Rëweⁿ i. l. Dü. Von jedem Stock einer Reihe wird seitwärts ein Schoss eingegraben, dessen Ende auf ungefähr 1 m Entfernung wieder aus dem Boden herausschaut; es bildet sich hier ein neuer Stock. 2. abs. Steine auf die Landstrasse schütten und walzen Steinbr. Su.; viel essen: Er legt tüchtig iⁿ NBreis. Schweiz. 3, 1182.

dªriⁿ legeⁿ1. in etwas legen. Dis is e Korb, meⁿ kann e Hundert Eier d. l.; 2. refl. sich in etwas mischen, dazwischentreten, verhindern: Wo si haⁿ welleⁿ drischleⁿ, het sich dr Wirt dªriⁿ geleit Bf.

[Bd. 1, Sp. 573b]

uf legeⁿ (Hut oder Mütze) aufsetzen M. D Häng, dr Kopf u. l. stützen Geisp. E Pflǎsterle u. l. U., e Karteplang (Zugpflaster) u. l. Dü. Garweⁿ u. l. die Garben beim Dreschen mit der Maschine auf ein bestimmtes Brett legen, wo sie dem Einleger zur Hand sind Dü. Gëld u. l. Geld in eine Sparkasse oder sonst auf Zinsen anlegen. — Schweiz. 3, 1178.

ufgelegt [ùfklèkt Su. Ruf.; ùfkəlait, –læit u. s. w. allg.] Adj. aufgelegt, geneigt. Er is hüt guet u. Su., auch von einem Betrunkenen Ruf. JB. IX 118. Iʰ bin nit u. dªrzue Su. Zuem Gëⁿ is meⁿ nie so u. aˡs wie zuem Nëʰmeⁿ Bf.

umme legeⁿ 1. auf die andere Seite legen; 2. auf die Seite besonders legen Su. Schweiz. 3, 1179.

 PfWB  RhWB underlegeⁿ 1. wie hochd. Dr Waeⁿ u. einen Stein, ein Stück Holz unter das Rad legen, um den Wagen aufzuhalten: Ingerleij deⁿ Waujeⁿ hurti! Ingenh. 2. hinterlegen, ein Pfand vor Zulassung eines Prozesses Su. Dü. Schweiz. 3, 1185.

uslegeⁿ wie hochd. 1. ausgeben: Iʰ ha vil für ⁱʰne usgeleit Breitenb. 2. auslegen, auseinander setzen, erklären: ‘Ja, das jhr auch vergiffter seit Hab ich hie oben aussgeleit’ Fisch. Flöhh. 1864; auffassen: Si hän das Ding lëtz usgleit (zu meinen Ungunsten) verstanden Dü. Schweiz. 3, 1187.

 PfWB  LothWB  RhWB überlegeⁿ wie hochd. Iʰ will mir das Ding (die Sach noch U.) ü. Dü.Schweiz. 3, 1178.

verlegeⁿ 1. einen Gegenstand nicht an den dazu bestimmten Platz legen. Iʰ möcht nur wisseⁿ, wo dr Hammer is; iʰ hab iʰⁿ allewëj verleit Dü. Insbes. v. von den Hühnern, welche die Eier nicht in das gewöhnliche Nest legen U. Rda. Er lauft ʰerum, wie e Hueʰn, wo verlejt het Str. 2. aufschieben: Er verlejt alles von eiⁿm Ta zuem andreⁿ Str. Schweiz. 3, 1188.