| Wörterbuch der elsässischen Mundarten | ![]() | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
Ënteⁿloch bis Grundloch (Bd. 1, Sp. 550b bis 551b) | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
Ënteⁿloch Fröscheⁿlöchel (Füdloch) Füdle Katzeⁿfüdle Kueʰfüdle Schlëckfüdle Wasserfüdle füdleⁿ Fussloch Grabloch Grundloch Gülleⁿloch Heiterloch Hoffaʰrtsloch Hungerloch Hüeʰnerloch Kalchloch Kanoneⁿloch Këllerloch Kitterloch Knitschloch Knopfloch Kopf-e-Loch Krotteⁿloch Kutzeⁿloch Luftloch Lumpeⁿloch Mistlacheⁿloch Muckeⁿloch Mundloch Mutterloch Ofeⁿloch Pfaffeⁿloch Plapperloch Plotzloch Punteⁿloch Quaderloch Räüʰliⁿloch Raufloch Rueb(eⁿ)loch Schlitzlöchle Schlüsselloch Schnakeⁿloch Sënkloch Seichloch Siecheⁿloch Soüloch Spundeⁿloch Sudderloch Tagloch Ta(g)löʰnerloch Traberloch Trottloch Wabeⁿloch wabeⁿlöchlig Weidloch Weiseⁿloch Wurmloch Zugloch locheⁿ gelocht iⁿ locheⁿ verlocheⁿ Verlochung Locheⁿs Löchlis verlöchereⁿ Loch(eⁿ) liechseⁿ luchseⁿ abluchseⁿ beluchseⁿ überluchseⁿ Gelächter -lëcht gliʰlëchtig licht villicht lichterliʰ leichtlich Licht Judeⁿlicht Kinderlicht Kutscheⁿlicht Licht Liecht Armeseeleⁿliecht Nachtliechtle Öberliecht Schandliecht Tagliecht Tagesliecht Teüflsliecht Toteⁿliecht Unschlittliecht liechteⁿ Leuchter Heüliechter Locht lëchzeⁿ | PfWB RhWB Fröscheⁿlöchel n. ein grosser breiter Graben, in dem das Regenwasser des Dorfes sich sammelt, Aufenthaltsort vieler Frösche; dann auch das umliegende Feld Illk. (Füdloch) Füdle [Fîtlə S. O. bis Rapp.; Pl. Fìtlər, Dem. Fìtələ, Kinderspr. Fétlə, Fìti M.] n. 1. Hintere, Podex. S F. tatscheⁿ Dü. Schlag iʰm eini uf s F.! Logelnh. Hock uf s F. oder ich schla dir s kelscheblaü [Bd. 1, Sp. 551a] Katzeⁿfüdle n. in der Verbindung: sur(i) Katzefüdle [sýr Khàtsafétla Ruf.; sýri Khàtsəfétla Scherw.] 1. (scherzh.) eingepökeltes Rindfleisch. 2. als Abfertigung für einen Naseweis gebraucht. — Schweiz. 3, 1028. Kueʰfüdle [‘Xìəfìtla Blotzh.; Khỳafìtla Rixh.] n. 1. Hinterteil der Kuh. Die macht e Gsicht wie n-e K. Blotzh. 2. Schimpfname für eine schwerfällige Weibsperson. Das K. het Beiⁿ wie eⁱⁿ Ochs Rixh. — Schweiz. 3, 1028. Schlëckfüdle n. u. m. 1. Schmeichler, Kriecher. Du bis eⁱn elënder S.! Heidw. Dis S. babblt eⁱⁿm guet in s Gsicht, awer hinder em Buckl macht r eineⁿ us Molsh. 2. einfältiger, weichlicher, feiger Kerl; Leckermaul Dü. Scherzreim: Frage Wer? Antwort E S. mit em Geweʰr! Gebw. Vgl. JB. X 254, aber hier nur mit dem Zusatz. Fragt man jem. nach dem Ziel seiner Reise, so antwortet er derb ausweichend: In s Schlëckfüdle's Kuch! Obhergh. — Schweiz. 3, 1029. Wasserfüdle n. schlechter, wasserharter Teil einer Kartoffel. Die Hërdäpfl sin ni guet, si han alli e W. NBreis. M. Syn. Wassersack Z. [Bd. 1, Sp. 551b] füdleⁿ sich schnell davon machen; bes. furt f. Mü. — Schweiz. 3, 1029. Fussloch [Fùslòχ K. Z.] n. Fesselhöhle am Pferdefuss. PfWB LothWB RhWB Grabloch n. Grab Dü. Dachstn. K. Z., auch Demin. –löchl (Kinderspr.) — Schweiz. 3, 1031. PfWB Grundloch [Krùntlòχ Ingersh.; Kryntloχ Geud.; Demin. Krùntlèχalə NBreis.] n. Grab (Kinderspr.) Du wurs jo krank, nu (dann) kumms in s G.! sagt man kleinen Kindern, um sie zu schrecken Geud. ‘s kann schier nitt sinn, dass si di schunn ins Grundloch trauje’ E. Stöber II 154. ‘Wenn mier schun längst im Grundloch sinn’ Str. Wibble Wibble = Strossburjer Wibble (von Karl Bernhard) 1. Bdch. Strassburg 1856. 15.
|
| |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| © 2002—2010 by Kompetenzzentrum für elektronische Erschließungs- und Publikationsverfahren in den Geisteswissenschaften an der Universität Trier Home | Impressum | Kontakt | ![]() | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||