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Wörterbuch der elsässischen Mundarten  
 
Knaütschi bis knütscheⁿ (Bd. 1, Sp. 510a bis 510b)
 
 Knaütschi m. 1. schlechter Arbeiter, Pfuscher Ingersh. 2. wacklig gehender Mensch Osenb.

[Bd. 1, Sp. 510b]

Knaütscher m. Schwätzer Logelnh.

knaütschig Adj. plauderhaft Logelnh.

Knaütschete f. gefälschter Wein Katzent.vgl. Schweiz. 3, 771.
 
 
knotscheⁿ [knotə Felleri.] unbeholfen gehn. — vgl. Schweiz. 3, 771.  DWB DWB. V 1513 knotzen sich mühsam forthelfen.

Knutsch f. nachlässige Person Mütt.
 
 
knutscheⁿ [knùtə Str.] drücken: uf em Brot ʰerum k. s. auch knautscheⁿ. — Bayer. 1, 1356. Hess. 210. Eifel. Westerw.  DWB DWB. VI 1529.

Knutscher [Knûtər Str.] m. Bäcker (spött.).

knutschleⁿ [knýtlə Mutzig; knytlə Str.] 1. zusammenkneten, nudeln Mutzig. 2. liebkosend drücken Str.

knutschlicht [knytlìχt Str.] Adj. leicht zu kneifen, zum Kneifen einladend. ‘Kumm, Bryd, ich füer di, kumm, du knutschligts Gruselbeerel’ Pfm. V 9. ‘s isch wohr, ’s sicht gnutschlicht drin, doch nitt wi so e Bupp’ Str. Wibble Wibble = Strossburjer Wibble (von Karl Bernhard) 1. Bdch. Strassburg 1856. 51.
 
 
knütscheⁿ [nìtə Fisl. Liebsd.; netə Olti.; knìtə, knetə Battenh. bis Z. Han. Altw.; knytə Heidolsh. Scherw.] 1. quetschen, klemmen; Hanf brechen, reinigen: ‘s’ näächst dort bi der grosse Metz Könnt mer Hanf jo knitsche’ Schk. 221; zerknittern; Wäsche recht drücken; in Teig arbeiten; prügeln Hf.; zerdrücken, töten: ‘Und knitscht euch (die Flöhe) auff dem Wasserstein’ Fisch. Flöhh. 1351. ‘Das Liden wil dir das Hertz ertrucken und knütschen’ Geiler Bilger 209. 2. guillotinieren Str. ‘knütschen tundere’ Dasyp., wo auch verk. zerk. — Schweiz. 3, 772.