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Wörterbuch der elsässischen Mundarten  
 
Kam bis Holzkammer (Bd. 1, Sp. 436a bis 436b)
 
  Kam [Khàm Horbg. Dü. K. Z. Ingw.] n. Lager, Heerlager. — frz. camp.
 
 
Kamm(eⁿ) [‘Xàmə Olti. Fisl.; Khàimə M. Mittl.; Khàm Banzenh. Su. Horbg. Dü. Kerzf. Bisch. Dehli.; Khm K. Z.; Pl. Kham Banzenh. Su. Dü.; Khǽm K. Z.; Khæm Dehli.] m. 1. Mähne des Pferdes. 2. Hahnenkamm: ‘der vögel haubt Kam crista’ Dasyp. 3. Traubengeäste ohne die Beeren Banzenh. Su. Schweiz. 3, 296 Chamb. Bayer. 1, 1250 Kamp.

Reisskamm [Raiskhàm Bf.] m. Scheidekamm (Webergerät), eine Art Rechen mit kurzen runden Zähnen und einem Deckel, wodurch der Zettel kreuzweise, etwa zu 40 Fäden, beim Aufbäumen gezogen wird. — Schweiz. 3, 297.
 
 
Kamalle [Khàmalə Roppenzw.] f. grosse Kanne. s. auch Gamell Seite 218.
 
 
Kamel [Khàmél Banzenh. Dü. U.; Pl. Khàmélər Dü.] n. 1. Kamel. 2. Dummkopf (Scheltwort). — Schweiz. 3, 248.
 
 
Kamlot [Khàmlot Bf. Str.] f. schlechte Arbeit, schlechte Ware. — frz. camelotte. Schweiz. 3, 248.
 
 
Kammer(e) [‘Xàmərə S.; Khàmər allg.] f. 1. Zimmer im ersten Stock, Schlafstätte der Mägde. 2. Rebenabteilung, gewöhnlich durch niedere Mauern eingeschlossen M. Demin. Kämmerle [Khamərlə Co. Z.; Khæmərlə Str.] n. 1. Schlafkammer des Knechts auf dem Heustall K. Z. 2. Gefängnis: s schwarz K. (Kinderspr.) — Schweiz. 3, 248. Bayer. 1, 1243.

Äpfelkämmerle n. s spuckt (mifzt) im Ä. es ist etwas nicht in Ordnung Str.Schweiz. 3, 250.

Grümpelkammer Gebw. Hlkr. Neu-Breis., Rumpelkammer Bisch. Rothb. Rauw. f. Zimmer für die abgelegten Kleider u. a. Gegenstände. Er hat e Ordnung wie in dem Jud siⁿ G. Gebw.Schweiz. 3, 253.

Grüstkammer f. in der Rda. Kaiser Karls G. Rumpelkammer, unordentliche Haushaltung; us K. K. G. holeⁿ etwas

[Bd. 1, Sp. 436b]
Altes hervorholen Str.Schweiz. 3, 253 Rustk.

Holzkammer f. wie hochd. Rda. eⁱn Ëngel us dr H. 1. plumper Mensch, Bengel; 2. Teufel Str. Schweiz. 3, 251.