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Wörterbuch der elsässischen Mundarten  
 
abhängisch bis Landhunger (Bd. 1, Sp. 353a bis 353b)
 
  PfWB  RhWB abhängisch Adj. abfallend (von geneigten Flächen). ‘nein! denn der Platz het e Hauptfchler — er isch abhängisch, un diss macht ken schöne Effekt’ Str. Wochenbl. 1884, Nr. 105. s. auch abhënkisch.

überhängisch [ìpərhai Olti.] Adj. überhängend, z. B. ein unterfressenes Flussufer.

 PfWB  LothWB  RhWB hangeⁿ, hängeⁿ [hàə Ruf. Co. Hf.; hæə Str.; Conj. hé hinge Lobs.] 1. hangen: Rda. Jetz will iʰ wisseⁿ, wi s hangt un wi s langt wie es steht Hf. Spw. [wær hòt, tær frlòt Wh.] die Not treibt zu manchem. S hangt mir bal zue den Oʰreⁿ nus ich habe es bis zum Überdruss gehört Co. Was drum un dran hängt mit den Nebenkosten Str. Er hängt ist viel schuldig Katzent. 2. hängen: dr Kopf h., dr Lippl h. betrübt, erzürnt, neidisch sein Ruf. Si (es) hängt alles an den Arsch ist putzsüchtig Str. ‘alles an das loch hengten’ Frauen, die alles auf Putz verwendeten Fisch. Ehez. 249, 8. — Schweiz. 2, 1441. 1445. Bayer. 1, 1130.

†‘hengfertig, eckelicht, schwach, krank’ Martin Parl. N. 157.

umhangt, umhängt [ùmhàt Obhergh. Scherw. Bf.; ùmhakt Dü. Ingenh.] Adj.

[Bd. 1, Sp. 353b]
umzogen, umwölkt: dr Himml is ganz u.

 PfWB zruckhängeⁿ [tsrùkhaə Hlkr.] im Bezahlen zurück bleiben.
 
 
HangiKosef. Heinrich Mü. Stöber Mäder 85.

Hangerjèttle Kosef. Henriette Mü. Stöber Mäder 85. [Hòəjèt Wh.]
 
 
Hunger [Hùər allg.] m. Hunger. Ich hab H. wi eⁱⁿ Wolf Z. JB. VII 195; ‘er hett Hunger wie e Bär’ Str. Wibble Wibble = Strossburjer Wibble (von Karl Bernhard) 1. Bdch. Strassburg 1856. 7. Dr H. luejt dem zue den Auen herus Str. D Aueⁿ gixeⁿ mⁱr vor H. Hlkr. Sagt ein Kind ich hab H., so antwortet man: schlëck Salz, noʰ kries Durst; oder schlupf in deⁿ Bummer den grossen runden Ofen; oder schlupf in e Gagummer (Gurke) Z. Du hes grad H. wie s Müllers Hüener sagt man zu einem, der nicht zugreift Obhergh. Dem sini Schueʰ han H. sind an den Zehen zerrissen Hattst. U. Spw. Wënn dr Teüfl H. het, fresst er Muckeⁿ Hunger ist der beste Koch Illk. Rda. Äm Hunger is güut kocheⁿ Mb. JB. VI 146. ‘Mir welle lueje dass merr ienes Ebbs ze-n-esse grieje, d Seel fallt merr nunter vor Hunger’ Horsch Hüssjé 15. Spw. ‘Friejer Dunner, Spoter Hunger’ Mü. Mat. 5, 55. ‘Der Hunger redt us Imm (ihr seid von Sinnen), so kummt mer's vor’ Pfm. IV 6. Zss. Hungerland, –loch, –tuech. — Schweiz. 2, 1449. Bayer. 1, 1132.

Gähhunger [Káhùər Felleri.; Káhùər M. Kerzf. Bf. Z. Ingw.] m. Heisshunger: er het de(r) G. Syn. Landhunger.

Landhunger [Lànthùər Su. Obhergh.] m. grosser Hunger. Mr meint, du hes deⁿ L.