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Wörterbuch der elsässischen Mundarten  
 
Gehege bis heijeⁿ (Bd. 1, Sp. 312a bis 312b)
 
 Gehege [Kəhéj Dehli.; Khéj Lützelstein Altw.] n. 1. Gehege, lebender Zaun Lützelstn. Dehli. Dis G. muss nächsteⁿs wider emol us geputzt sin Altw. 2. f. Geschäftsbezirk, bes. der Metzger; uf d Ghei geʰn zur Liebeswerbung ausgehn; eiⁿm ein Liebesverhältnis durch Mitbewerb stören Tieffenb. — Verwirrung mit Gäü, s. d.
 
 
Hëgene [Hákənə Lutterb.] Hegenheim bei Hüningen. Rda. Dëm han i ein gëⁿ voⁿ H. den habe ich tüchtig angeschwindelt.
 
 
Heges [Hèkès Zinsw.] m. Krüppel: e armer H.

heig, s. han.
 
 
Huge in

Nünhuge [Nínhùkə Kerzf.; Pl. Nínhékə] m. Neunauge. — Entstellung aus mhd.  Lexer Niunouge; Anlehnung an Hakeⁿ? doch stimmt dazu nicht der kurze Vocal u. Demin. Nünerhegle [Nínərhéklə Ostwald] n. Flussneunauge.
 
 
hugleⁿ [hýklə Geberschw.] auf dem Eise in gebückter Stellung schleifen. — zu Schweiz. 2, 1088 hügerle kauern?
 
 
Haʰl, Häʰl [Hál M.; Hôl Wh. Örmi. Saarunion] f. Kesselhaken, der an einer Kette über dem Herd hängt. ‘Haal, Häl, Hool ferramentum camini’ Dasyp. ‘Climacter die hoel’ Gol. 349. ‘hool cremailliere’ Martin Parl. N. 51. — ahd. hâhala. Schweiz. 2, 1133 Hǟl. Schwäb. 255 hääl. Bayer. 1, 1072 Hâhel. Hess. 143 Hahle. Eifel Hohl, Feuerhahl.
 
 
Häʰr [Hár Su. Hlkr. Ingersh. U.; Hǽr Str.; Pl. Hárə, Hǽrə] f. Eichelhäher,

[Bd. 1, Sp. 312b]
cornix Elster. ‘Häher garrulus Dasyp.

haijo [hajó Str. Brum. Geud. Han. Lobs. Rothb.; hajò Str. Dunzenh. Ingenh. Hf.; (h)èjyo M.] 1. Ausruf der Verwunderung: ach was, ist das wahr? Str. H., bis du schon wider do? H., is s möjliʰ? 2. Zuruf: vorwärts! Alle hajo! h. e bissl! beeilt euch ein wenig! 3. Adv. schnell, fort. Der is h. Morjeⁿ geʰt s h. Do geʰts h. da geht es lustig zu Hf. Do geʰt's aˡs h. flott beim Fahren Dunzenh. Subst. n. Nu: in eim Hajo. — Schwäb. 254 hai fort!
 
 
heijeⁿ, häjeⁿ [hajə Liebsd. bis Bf.; hæjə Wh.; hèjə Dehli.] 1. sich anstrengen, lange, schwer arbeiten. Du hes müesseⁿ h., bis du ne am Bodeⁿ gha hes. Mⁱr häⁿ miässen h., um ferti ze wëreⁿ S. 2. antreiben, anspornen, aufdringlich bitten. Do muess mr h., ass iʰr schaffeⁿ. Iʰ ha keⁱⁿ Freüd, wëⁿⁿ meⁿ diʰ all muss h. [Tes (das Mädchen) mùs mər àlfùrt hæjə ùn tríwə Wh.]; bes. an eim h.: si han an em ghait sie haben ihn zu einem Schritt zu bewegen gesucht; der heit schun deⁿ ganzeⁿ Ta an siner Muter, sie soll ⁱʰne losseⁿ mit geʰn Dehli.; bei Zugvieh: gestert hes wider an deⁿ Rossⁿ umme ghait O. ‘Heyen treiben, plagen’ Klein.Schweiz. 2, 1100 hî(j)eⁿ, hei(j)eⁿ ganz selten; ahd. hîwan sich vermählen, beiliegen. Schwäb. 269. Hess. 157 heien.