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Wörterbuch der elsässischen Mundarten  
 
gläsereⁿ bis gläseⁿ (Bd. 1, Sp. 262a)
 
  PfWB  RhWB gläsereⁿ [klèsərə K. Z.] Adj. gläsern, aus Glas verfertigt.

gläseri [klêsəri Geisp.; klèsəriχ Gundersho. Betschd.] Adj. von Glas: gläseri Guckle helle, wasserfarbene Augen Geisp.Schweiz. 2, 647.

Glasur [Klàsýr Dü. bis Bf.] f. 1. glasiger Anstrich von irdenen Gefässen. 2. Glatteis. Hüt muess mr d Ross griffeⁿ le (lassen), s het G. — Schweiz. 2, 647.

glasurt [klàsúrt Dehli.] mit Glatteis überzogen. — Schweiz. 2, 647.

†‘die verglasurte Bleienfarbe gesicht haben’ Fisch. Garg. 88.

Gläsurt [Klèsýrt K. Z.] n. Glasur.
 
 
Glese, Gles [Klèsə Heidw. Hi. Mü. Lutterb.; Klês Ensish.; Klès Scherw.] f. (m. Ensish. Scherw.) 1. langer, hinten mit einem Einschnitt versehener Frack, Sonntagsrock der Bauern; spottender Nachruf: hew e am Gles! dr gnädig is dis! Ruf. 2. Weste Ensish. 3. grosser Gegenstand: das is e G. von eineme Ochs! Scherw. — aus Angles verkürzt.

Hochzitsgles m. Frack, den man am Hochzeittage getragen hat. s is Zit, ass miⁿ H. wider ʰʳfüre kummt, suⁿst tʰäteⁿ mⁱr ⁱʰne d Schaweⁿ frësseⁿ Ruf.

Sunntigles m. Sonntagsrock. Rda. Ër het deⁿ S. aⁿ er ist betrunken Ruf. JB. IX 120.

Glässje m. Mann in schlechtgearbeitetem Kittel Steinbr. — aus Gles mit frz. Endung –ier?
 
 
gläseⁿ, gleseⁿ [klêsə Fisl. bis M.; klésə Pfetterhsn. bis Su.] glotzen, stieren,

[Bd. 1, Sp. 262b]
scharf und feurig sehen, sauer sehen. — Schweiz. 2, 647.