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Mulgigle bis Burlegiger (Bd. 1, Sp. 202b bis 203a) | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
Mulgigle Rëpsgige Saiteⁿgig Schlënzgige gigeⁿ uf gigeⁿ ʰerum vorgigeⁿ Giger Bratengeiger Burlegiger Dürligiger Hirzgiger Krützgiger Oʰreⁿgiger gigleⁿ Gigeli Gigerigi(g) Giges Gigs Burlegiges Hurlegiges Stiftegiges Gigi Gigete Giegi Gogai Gogaligo Gogerigo Gogi Gogo Gug gugeⁿ Gugar Gugard Gugele gugereⁿ vergugereⁿ Gugerte gugerig Güger gügereⁿ gugu Guguck Guckuckeⁿ guguckeⁿ Gukuker Gaje gijeleⁿ Judeⁿgoje Gacki Gackel Haseⁿgackel Ostergackel(e) Ostergockeli gackelig Gäckel(e) Gackele gäckelig gäckleⁿ vergäckleⁿ vergäcklt Gäckes gouckel gaukleⁿ vergaukleⁿ Gaukler Gauklereieⁿ Geck geckerliss usgeckt Gägge Gäggen Gecke geckeⁿ Gickele gickelig Geickerlin Gok Gockel Gockelskërneⁿ gokleⁿ Gock Gockel Guckel Gückel Mugockel Guckler Muttigockel Schnitzguckel Spitzguckel Gockerle Guck Harzguck Hitzeⁿgückeli Huereⁿgückele Guck(e) guckeⁿ a guckeⁿ an guckeⁿ | Rëpsgige f. Violine Pfetterhsn. Hi. Saiteⁿgig f. Violine Mittl. Schlënzgige [‘Slantskíkə Mü. Dammerk.; ‘Slêtskík Ensish.] f. 1. Ziehharmonika. 2. Hure Ensish. PfWB gigeⁿ [kíkə Roppenzw. Gebw. Dü. M. Rapp.; kèjə Str.; keiə Lorenzen Wh. Örmi.; kæìjə Ndrröd.; kíə K. Z.; Ind. Präs. i kí, Part. kít Geisp. K. Z.; kèj, kəkèit Str.; kəkékə M.] 1. geigen. Rda. Dëm siⁿ Sach kaⁿⁿ g. (von einem Prahler) Gebw. Kindervers: s gigt e Fuchs un e Bär Un s schlat e Esele d Trummeⁿ, Alle Tierle, wo Wädele heiⁿ, Sölleⁿ z Hochzit kummeⁿ; Bëttllüt un Edllüt, Das sin unsere Hochzitlüt, Krukeⁿstil un Ofeⁿgableⁿ Das sin unsere Hochzitgableⁿ Hi. Rda. Loss dⁱr häm geieⁿ Ndrröd. 2. der Ton der Heimchen, Heuschrecken, Frösche. Bauernregel: Wenn d Fröscheⁿ vor Jörjetaj gigeⁿ, so lang müeˢˢn si hindeⁿ noʰ schwigeⁿ; s. auch wigeⁿ; das Knarren eines Wagens: ‘den geigenden Karren .. schmieren’ Fisch. Bin. 68. 3. schwer atmen, einen pfeifenden Ton in der Brust haben. 4. hin und her rutschen. 5. mit einem stumpfen Messer schneiden. Du geijs awer an dem Brot! Wh. Du kanns dⁱr in dr Hals g.! Str. (Abweisung). Kinderlied: Gige, gige (oder Gigl gigl) ratze, morn kummeⁿ d Spatzeⁿ, üwermorn d Finkeⁿ, alli Judeⁿ stinkeⁿ Illz. Ruf. Str. Ingw. (alli kleineⁿ Bueweⁿ stinkeⁿ Mittl.) [Bd. 1, Sp. 203a] uf gigeⁿ 1. aufspielen. Gig eins uf! spiele einen Tanz! O. 2. eiⁿm uf g. die Meinung sagen, züchtigen. 3. Strafe erteilen. Si han iʰm vierzeʰⁿ Taj uf gegigt Rapp. 4. beim Kegelspiel dem Verlierer einen Strich auf der Tafel machen. Gig iʰm eiⁿs uf! Banzenh. 5. zuviel Schösse an einem Rebstock lassen Rapp. 6. überfordern M. — Schweiz. 2, 151. ʰerum, umme gigeⁿ hin und her zerren Osenb. Hlkr. Iʰ ha lang am Bäümle umme gigt, bis es gangeⁿ is Osenb. vorgigeⁿ aufspielen, auch übtr. ‘Ganz andri Liedle sottst du do dym Frynd vorgeye’ anders reden Pfm. I 8. Giger [Kíkər Hi. bis Dü.] m. 1. Geiger. 2. magerer Mensch: s is eso ne dürreʳ G. Dü. 3. Bockkäfer, grosser schwarzer Käfer, der durch Reiben der Fühlhörner (oder der Brustdecken) ein zirpendes Geräusch hervorbringt, weshalb ihn die Kinder an das Ohr halten Dü.; Lilienhähnchen, kleiner roter Käfer, der sich mit Vorliebe auf Lilien aufhält Hi. Heidw. s. auch Gigelmännel. 4. schlechte Sorte Branntwein Kerzf. 5. Verschwender, Verlierer: e Sparer muess e G. han sagt man, wenn jemand lang erspartes rasch verliert Geberschw. Hlkr. — Schweiz. 2, 151. †Bratengeiger m. ein Spielmann, der ehemals bei den Zunftessen aufspielte Mieg Mü. 1, 47. — Schweiz. 2, 152 Bratisg. Burlegiger [Pùrləkíkər Str.] m. schlechter Wein. ‘Was, trinke die denn Wyn? Po jo! ’S wurd Burrlegyger sin’ Pfm. III 7. s. Giges. — Schweiz. 2, 152.
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