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Wörterbuch der elsässischen Mundarten  
 
Heckeⁿvolk bis Felseⁿ (Bd. 1, Sp. 115a)
 
 Heckeⁿvolk n. Lumpengesindel, (Schimpfwort) Pfm. II 5.

Hörvolk n. Heervolk, Kriegsleute, Soldaten Geiler LK. 62.

Hudelvolk n. Gesindel O. — Schweiz. 1, 803.

Kesselvolk, Kesslervolk n. Lumpengesindel, herumziehende Kesselflicker O. — Schweiz. 1, 804.

Kutteⁿvolk n. Weibsleute, namentl. solche, die das Regiment zu führen pflegen Bf. Bisch.

Lumpeⁿvolk n. schlechtes Gesindel Bf. K. Z.

Mannervolk, Pl. Mannervölker n. 1. die Gesammtheit der erwachsenen männlichen Personen überhaupt oder einer Gemeinde, einer Familie O. Das is doch e Mannervolch, alleⁿ Tag sin si voll! Pfetterhsn. s is e M., s is schoⁿ gnue! Su. 2. einzelne Mannsperson. Es sin zwei Mannervölker für miʰ ane es sind zwei Männer neben mir vorbei gegangen Obhergh. Schweiz. 1, 804.

Ratzeⁿvolk n. Gesindel Co. Rapp.

Soüvolk [Sòifòlìk Co.; Syfòlìk Str.; Søyfòlìk K. Z.] n. schmutziges Gesindel, schmierige Leute.

 PfWB  RhWB Wibervolk [Wípərfòlk Steinbr.; Wíwərfòlk Sier. bis Co. M.] n. 1. die Gesammtheit der erwachsenen weiblichen Personen, entspr. Mannervolk. D Wiwervölker müeˢˢn grätscht haⁿ (plaudern), sust sin sⁱe krank Sier. (nicht M.). 2. einzelne Weibsperson. Das is e rëcht W. eine in gutem Ruf stehende Frau. s is e W. gstorweⁿ Hüss. Wëⁿⁿ men enaime ane will un zerst im e W. bigegnet, so macht meⁿ schlëchti Gschäfte Banzenh. Schweiz. 1, 805.
 
 
Felseⁿ [Fèlsə allg.] m. 1. Felsen. E Kërel wü e F. Z. 2. Stein. Iʰ wirf dⁱr e F. üwerʰ niⁿ M. F. macheⁿ beim Kinespiel nennt man einen gewissen Vorteil für den Schlagenden, wenn der Kine ungünstig liegt Hf. Schweiz. 1, 814. Bayer. 1, 715.

[Bd. 1, Sp. 115b]