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Überfall bis Musfall(e) (Bd. 1, Sp. 104b bis 105b) | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
Überfall Wasserfall Windfall Fallet alleⁿfalls glichfalls Fall(e) Lotterfall(e) Marderfall Mulwëlfersfall Musfall(e) Ratteⁿfall(e) Schërfalle Spatzeⁿfall Stellfall(e) falleⁿ abfalleⁿ gfalleⁿ infalleⁿ uffalleⁿ druffalleⁿ usfalleⁿ useⁿfalleⁿ verfalleⁿ zsammeⁿfalleⁿ Gfalleⁿ gfalleⁿhaft Gfäll fellig abfällig bufällig gfällig Valeⁿtin Välteⁿ falliereⁿ Fallimënt Fallit fëʰl unfëʰlbar fëʰleⁿ verfëʰleⁿ Fëʰler Fëll Kalbsfëll Reʰfëll Fël feil übelfeil wolfeil spottwolfeⁱl Wolfⁱli Feil Veilatt vil sovil gradsovil wivil vilig vilen gvileⁿ Vile Wistviljes Fileⁿfänzel File File Fileteⁿ Filibus filiereⁿ †Philister Filu voll vollⁿs Voller Hampfel Hoseⁿvoll Vollheit Vollertät Fölle völlig ful britful brutschful morschful fulächtig Fulheit Fulkeⁱt fuleⁿ abfuleⁿ aⁿfuleⁿ durchfuleⁿ erfuleⁿ usfuleⁿ verfuleⁿ Durʰfüli Mundfüle füleleⁿ Fulënzer Fulenzia Gfüʰl Eʰrgfüʰl | [Bd. 1, Sp. 105a] PfWB RhWB Wasserfall m. 1. Wasserfall, wie im Nhd. allg. 2. die nach aussen hin abgeschrägte obere Fläche des Grundquaders eines steinernen Fenstergerüsts Su. Schweiz. 1, 744. Windfall allg., Pl. Windfäll [Wìntfèl Dollern; Wentfal und Wentfál Dü.; Wìntfal Bf.] m. 1. grössere Aeste, die der Wind abgerissen, oder auch Bäume, die der Sturm entwurzelt hat, bes. im Wald. 2. Obst, das vor der Reife vom Sturm abgeweht wird und so verloren geht; im weiteren Sinne dann überh. von Abgang und Verlust gebräuchl.: s git allewil W. meinte ein Bauer, als er in Bezug auf Ferkelzucht von dem Verlust durch Krepieren einzelner Tiere sprechen wollte AEckend. — Schweiz. 1, 744. PfWB LothWB Fallet [Fàlət Str.] f. Epilepsie, eig. Part. Praes. vgl. d falleⁿd Krankʰeⁱt unter falleⁿ. ‘Het d’ Falletkrankheit schun kuriert’ FrançoisikHusm. 28. alleⁿfalls Adv. beispielsweise, möglicherweise, je: wënn iʰ a. kommeⁿ könnt. Wënn r a. nit wārteⁿ will Dü. — Schweiz. 1, 745. PfWB RhWB glichfalls [klæiəχfàls Su.; kliχfàls Str.] ebenso, ebenfalls, als Antwort bei Glückwünschen, bes. auch beim Abschied. Guete-n-Appetit! — Merci, gl.! Su. (der Vocal der 1. Silbe beweist für Su. Einführung aus dem Hochd.) — Schweiz. 1, 745. Fall(e) [Fàlə S. O. bis Banzenh. Katzent.; Fàl sonst allg.] f. Demin. Fällele. 1. Thürklinke, allg. D Tʰür is nit in dr F. nicht geschlossen, nur angelehnt Rapp. 2. beweglicher Hemm- und Verschlussteil an verschiedenen Gerätschaften, so z. B. der Haken, der in das Zahnrad einer Winde eingreift, oder in die eiserne [Bd. 1, Sp. 105b] Lotterfall(e) f. baufälliges Gebäude, altes verlottertes Gerät, überhaupt ein alter mit der Zeit lose und unbrauchbar gewordener Gegenstand, Wagen, Kutsche u. s. w. Su. Obhergh. Logelnh. ‘die alte Lotterfalle (en Ühre)’ Lustig I 289. — Schweiz. 1, 748. PfWB RhWB Marderfall [Màrtərfàl M. Bf.; Mòrtərsfàl K. Z.] f. Marderfalle. Mulwëlfersfall f. eine cylinderförmige etwa 30 cm lange Holzröhre ohne Ausgang, an deren Eingang sich eine nach innen öffnende Blechklappe befindet; diese M. wird in den unterirdischen Gang des Maulwurfs gelegt. Solche Fallen, die jeder leicht selber herstellen konnte, werden neuerdings durch zangenartige eiserne verdrängt K. Z. PfWB RhWB Musfall(e) f. Mausfalle allg. — Schweiz. 1, 746.
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