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Wörterbuch der elsässischen Mundarten  
 
zündeⁿ bis Falzzang (Bd. 2, Sp. 907b bis 908a)
 
  PfWB  LothWB  RhWB zündeⁿ [tsìə Fisl. Hi. Heidw. Rothb. Lützelstn.; tsæə M.; tseə K. Z.; tsìntə Banzenh. Urbis Steinb. b. Thann Str. Betschd.; tsentə Su. Hlkr. Co. Horbg. Dü. Bf.; tsìnə Neewlr.; Part. tsùə Heidw., kətsù Wh., kətsùntə Co. Barr Molsh. Mutzig Str. Hf., kətsùə K. Z., kətsùnə Neewlr.] 1. leuchten, den Weg beleuchten. ‘s isch finster, mer mss em zinde’ CS. 120. ‘zeij Josephine, zünd mer!’ Horsch JB. X 178. ‘Wenn ne d’ Maaud am End nit hät gezunde, si wärde-n-in der Lach gebliwwe-n-iwwer Nacht’ Pfm. III 2. ‘Er (der Mond) zündt mer in min Stüwwel nin’ E. Stöber Schk. 43. Subst. Zündwürmle. 2. übtr. Rda. Eiⁿm (eins oder eini) z. schlagen, prügeln, vgl. hochd. heimleuchten. Ich wur dⁱr eins z. Str. Basel 329. Schwäb. 552. Bayer. 2, 1133.

abe zündeⁿ die Treppe hinunter leuchten Su.

aⁿ zündeⁿ1. wie hochd. Scherzvers s. eineⁿwëg. ‘Si zïngä n als gli d shiirli aa’ Landsman Lied. 134. Si zünd s Liecht aⁿ Co. Henry. Spiel: ‘Zind mer ’s Papirle a’ Mü. Mat. 4, 70. ‘die gewohnliche Frewdenfeür ahngezunden worden’ Joner 58. 2. Part. ‘â zunde leicht berauscht’ Mü. Stöber Mäd. 65.

heim zündeⁿ durchprügeln auf dem Heimwege, nach Hause jagen Fisl. Steinb. b. Thann Su. Molsh.Basel 160. Schwäb. 552.

uf zündeⁿ in der übtr. Rda. eiⁿm u. durchprügeln Banzenh.

usse zündeⁿ vor die Türe leuchten Su.

 PfWB  RhWB zündleⁿ mit dem Licht spielen, von

[Bd. 2, Sp. 908a]
Kindern, die dann in's Bett pissen sollen Dettw. s. zünzleⁿ. — Schwäb. 552. Bayer. 2, 1133.
 
 
 PfWB  LothWB  RhWB Zang(e) [Tsàə S.; Tsà Su. Hlkr. Co. U.; Pl. –ə; Demin. Tsalə Co., Tsæl Str., Tsal U.] f. Zange. ‘Hammer und zang mit einander sein’ Geiler, Als. 1862, 144. — Bayer. 2, 1134.

Bisszang(e) f. Kneipzange, zum Ausreissen der Nägel und zum Drahtschneiden allg.

Bstëchzang f. grosse Holzzange, beim Nähen grosser Schuhe gebraucht Rapp.

Falzzang f. Zange mit Rippen zum Festhalten u. Ziehen des Leders Geberschw. Rapp.