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Wandel bis Gewënd (Bd. 2, Sp. 834a bis 835b) | |||
Wandel wandleⁿ Wandlung Wanderschaft Wëndel(e) wëndeⁿ an wëndeⁿ in wëndeⁿ verwëndeⁿ Wënde Gewënd inneⁿwëndig nidwendig notwëndig usseⁿwëndig wilwëndig abwëndisch Wëndung Wind Baslerwind Bërgwind Dütschwind Ërbseⁿwind Haslªʰerwind Heerwind Herbstwind Hinderwind Hundsrückerwind Kaltwind Niderwind Öberwind Rëjeⁿwind Rhinwind Susewind Suⁿderwind Underwind Wëlschwind Westerwind Wirbelwind windeⁿ Windling windⁱsch windeⁿ II Wind(e) I Baüwollwindle Darmwinde Fadeⁿwindle Garⁿwind Gewind Wageⁿwind Wind(e) Ketteⁿwind Soüwind Windle Windele überwindling(s) Wund Wunder Meerwunder wundereⁿ bewundreⁿ verwundereⁿ wunderlich Wunderfitz wunderfitzig wundersam Verwunderung wingereⁿ †Wingert Wangst Frësswangst Füllwangst Gurrwangst Kuttelwanst Soüwangst wangsteⁿ Wankel Wink winkeⁿ zue winkeⁿ Winkel Holzwinkel Setzwinkel verwinkelt Winkler Winkele-wänkele wänsleⁿ I wänschleⁿ (wänsleⁿ II winwänsleⁿ Wunsch Neüjaʰrswunsch wünscheⁿ an wünscheⁿ erwunscheⁿ verwunscheⁿ Wantel Fundëll Winter wintereⁿ | [Bd. 2, Sp. 834b] PfWB RhWB wandleⁿ [wàntlə fast allg.; wtlə M.; wâtlə Sulzern] 1. umziehen, aus einer Wohnung in eine andere ziehen; bei grösseren Entfernungen geschieht dies oft mit dem Wandelwajeⁿ (s. d.) O. Düen ⁱʰr schoⁿ wider w.? Lutterb. Sin iʰr bol ferig mit W.? Antw.: Jo, mⁱr hän nur noch e Wischle Grümpldings z w., s Meⁱste häⁿ mⁱr schuⁿ gwandlt Dü. Dreimol gewandlt is so guet wi abgebrënnt Illk. ‘Ich dank, denn ’s Wandle isch fir mich kei Freid’ Lustig II 6. Spielreim: Morn geʰⁿ mⁱr geʰⁿ w. Vuⁿ einer Stadt zer andreⁿ, Ziwwelewitt, Uf d ander Sit! zwei Kinder halten sich mit gekreuzten Armen, bei den letzten Worten wenden sie sich schnell um Ruf. 2. in ein anderes Dienstverhältnis treten, von Dienstboten M. ‘der knecht wandlet vnd kam in ein ander Stat’ Pauli 335. 3. mit den Kühen auf die Berge oder von da nach Hause ziehen M. 4. sich ändern, umschlagen. s Wëtter wandlt Hf. D Kranket wandlt ze viel ebd. — Bayer. 2, 935. PfWB LothWB RhWB Wandlung f. Wandlung, Transsubstantiation. Volksglaube: Wenn die Stunde voll schlägt, während es W. lüttet, so stirbt jemand Su. — Bayer. 2, 936. [Bd. 2, Sp. 835a] [Bd. 2, Sp. 835b] an wëndeⁿ [ânwæntə Str.; ônwaə K. Ingenh.; ânwantə Hf. Betschd.] anwenden. Kraft oder Kräfte a. sich anstrengen U. ‘s Lob isch güet a'gwende’ Lustig I 538. — F. Schwäb. 284. in wëndeⁿ Einwendungen machen Bf. Str. K. Z. verwëndeⁿ [fərwantə Dü. Bf.; fərwæntə Str.; fərwaə K. Z.; fərwæə Wh.] 1. verwenden = umkehren, meist nur in der Rda. deⁿ Ruckeⁿ (od. Rückeⁿ) v. sich auf einen kurzen Augenblick entfernen. Wü mr deⁿ Rückeⁿ verwëngt, schaffeⁿ sⁱe nix meʰʳ Ingenh. Er verwëndt keⁱⁿ Oig dªrab Dü. 2. entwenden. Sⁱe hon uʰm nix vrwëngt Wh. Wënde [Wantə, Pl. ebs., Demin. Wantələ S.] f. Bewässerungsgraben auf Wiesen. Chumm, mⁱr wai geʰⁿ d Wëndeⁿ abstelleⁿ! Syn. Schlitzgräwl Dunzenh.; Schleuse bei Wiesenberieselungen Hi. Gewënd [Kwant Geberschw. Su.; Kəwant Meis. Weiler; Kəwa Mutzig] f. Geberschw., sonst n. 1. Schutzvorrichtung durch Pfähle, Flechtwerk, Hecken und Steine an Windungen von Wasserläufen, um das Fortschwemmen der Ufererde zu verhindern Geberschw.; Schleusenvorrichtung Weiler, oder einfach ein Erdaufwurf in einem fliessenden Wasser zum Stauen desselben, wie es beim Bewässern der Wiesen geschieht Mutzig; das gestaute Wasser vor einer solchen Schleuse: Kumm, mⁱr badeⁿ im G. Meis. 2. Demin. Gwëndle Seitenstück eines Fensters oder einer Tür Su. — Zu 2 s. Basel 157.
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