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Wörterbuch der elsässischen Mundarten  
 
wueʰleⁿ bis walcheⁿ (Bd. 2, Sp. 818a bis 818b)
 
  PfWB  LothWB  RhWB wueʰleⁿ [wyùlə M.; wyələ Z.; wûlə Tieffenb.] (meist verächtl.) wühlen, unordentlich

[Bd. 2, Sp. 818b]
durchsuchen, durchwühlen. Ein Schwein wuʰlt, wueʰlt mit dem Rüssel im Boden. Wer het dënn in dr Schüflod gewueʰlt? Hf. ‘du bulest oder wulest’ Mosch. II 489. Vgl. nueleⁿ. — Bayer. 2, 893.

wüeʰleⁿ [wìèlə K. Z.] wühlen. s wüeʰlt mⁱr im Büch ich habe ein Gefühl von Unruhe im Unterleib, die Blähungen belästigen mich Hf. Vgl. nüeleⁿ.

 PfWB  LothWB  RhWB verwüeʰlt [fərwìèlt AEckend.] Adj. verwühlt, von Leuten, die gerne im Boden wühlen, die sich nicht genug tun können mit Bodenarbeit, meist mit dem Nebenbegriff der Übertreibung.
 
 
wulleⁿ [wùlə Orschw. Osenb. Ruf. Obhergh.] 1. Kinderspr. balgen, bezwingen, zu Boden werfen, im Kampfe überwinden u. tüchtig prügeln. Iʰ han ihne solid gwullt Osenb. 2. gierig essen, meist in der Zss. abe wulleⁿ [âwəwùlə]: Bschaü, wie-n-er das linde Brot awe wullt, s macht ⁱʰm gwiss ni guet! Orschw. Hierher ‘Wullunge nausea’ Herrad 186ª?
 
 
Wullig [Wùlìk Fisl.] m. einfältiger Mensch. Zu Wulbi?
 
 
welbeⁿ, welweⁿ [wèlwə M. U.] bogenförmig bauen, wölben; bes. oft in der Partizipialform gewelbt als Adj. gebr. E gewelbter Keiler Keller Dunzenh. Ingenh. ‘Du wölbest ein sünd über die ander und ein lügen über die ander’ Geiler S. M. 14. — S. Swz. 2, 444. Bayer. 2, 894.

Gewelb [Kwèlp Pfetterhsn. Logelnh. Co. Betschd.; Kəwèlp K. Z.; Pl. Kwèlpər Pfetterhsn., sonst Kwèlwər, Kəwèlwər] n. Gewölbe. Wai mⁱr uf s G. üffe? Pfetterhsn. ‘das gewelbe by des heiligen crtzes altar’ Str. 15. Jh. Brucker 234. ‘Ain Weib sas bei der Thüren nah, Damit Sie luft gehaben künt. Dan vnterm gwelb den schwangern gschwint’ Fisch. Flöhh. 1222/24. ‘rings vmb auff den Gewölberen’ Joner 70. — Bayer. 2, 894.

Wilbert, s. unter wild.
 
 
wulbig [wùlpik Roppenzw.] Adj. schwerfällig, dick, unbeholfen.

Wulbi [Wùlpi Roppenzw.] m. schwerfälliger Mensch.

walcheⁿ, s. walkeⁿ.