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Wörterbuch der elsässischen Mundarten  
 
wubbeⁿ bis luttweich (Bd. 2, Sp. 782a bis 783a)
 
  PfWB  LothWB  RhWB wubbeⁿ [wypə Büst] schlagen, hauen, prügeln. Den solleⁿ mⁱr gewübbt han, wo r zu sim Versteck ʰerus kummⁿ is! Syn. weicheⁿ, knübbeⁿ Dunzenh.Pfalz 154.

 PfWB  LothWB  RhWB wubleⁿ [wywlə Hf.] unpers. kitzeln, wimmeln, jucken, z. B. von der Empfindung, die das Laufen eines Flohs auf der Haut verursacht oder bei gewissen Hautkrankheiten. s wüwlt mⁱr eps im Oʰr. — Bayer. 2, 832.

[Bd. 2, Sp. 782b]

 PfWB  RhWB Wubeleⁿ [Wywələ Hag. H.] Pl. Kinderspr. Läuse.
 
 
 PfWB  LothWB  RhWB wacheⁿ [wàχə fast allg.; wâχə K.] 1. wach sein, nicht schlafen. 2. bei einem Kranken oder Verstorbenen Nachtwache halten. — Bayer. 2, 832.

verwacheⁿ 1. erwachen, aufwachen, wach werden allg. Landesüblicher Morgengruss: Bis verwacht? Schoⁿ verwacht? Sin(d) ⁱʰr (schoⁿ) verwacht? Antw.: Aⁿfangeⁿ uf! O. allg., oder vereinzelt scherzh.: Jo, öb mⁱr uf gsiⁿ sin Moos, od. Aⁿfangeⁿ uf, s V. wird schoⁿ kummeⁿ Obasp. s V. kummt schuⁿ Ruf., od. Ja, awer noʰ nit vil gelacht Dollern, od. Halb un halb, awer doch ni ganz Ensish., od. Jo, aⁿfangeⁿ uf, s V. wird alleiⁿ kummeⁿ Su., od in Hlkr. sagt der Träumer: Aⁿfangeⁿ uf, iʰ haⁿ noch lang Zit bis Nacht. Im U. hört man häufiger den Morgengruss: Bis, sind ihr auʰ schon uf? ‘Isch erst am hälle Tag virwacht’ Mü. JB. II 172. 2. †bewachen. ‘da sie noch alle weil den Johanniter hof verwachten’ Petri 417. — Basel 114.

wachber [wàχpər allg.] Adj. 1. wach, wachsam, munter, Gegens. schläfrig. Bis oʰ noch w.? Hlkr. E wachbereʳ Hund Ingersh. Sind ihr schon w.! Hf. Syn. wacker Z. 2. geistig geweckt, von Kindern M.
 
 
 PfWB  RhWB weich [waja Su., waiχ Ruf. Co. Katzent. Dü. Bf. Str.; wæiχ Bisch. K. Z. Betschd.; wáχ Bühl Lobs. Tieffenb.; wêχ Kanton Druli. und Saarunion] Adj. 1. weich, lind, zart allg. W. wi Bäpp Z. JB. VII 198; Lauterbg. Erw.2 XI 138. Der ward in dr ersteⁿ Brüʰ w. mit seinem Hochmut und seiner Einbildung ist's aus, sobald man ihn kräftig anfasst Lobs. Wenn der Wein schal und dickflüssig wird wie Öl, dabei Fäden zieht, wenn er tropfenweise abfliesst, sagt man auch, er ist w. Ruf. Dü. Bisch. K. Z. Eineⁿ w. schlaⁿ Bf. E weicher Laib Brot frisch gebackenes Brot Bf. K. Z. ‘es sy waz brotz daz ist, es sy weiche oder herte’ Str. 1370 Brucker 87. Bei der Feldarbeit nach dem Regen: Hüte geʰt's guet, s is w.! — Jo, s het nächte rëcht duregweicht Ruf. 2. weichherzig Z. Er is w. woreⁿ Katzent. Basel 308. Bayer. 2, 833.

bappweich Bf., bäppweich Str.

[Bd. 2, Sp. 783a]
Ndhsn. K. Z. Str. Adj. breiweich, namentlich von überreifem Obst. Syn. teigig.

 PfWB  RhWB lëderweich Adj. weich wie Leder Steinbr. Obhergh. Wenn de heim kumms, so schla-n-iʰ diʰ l. Obhergh.zu glid(er)weich Bayer. 2, 833.

Lindweich n. gemeiner Widerstoss, Feldlampe, Lychnis pratensis Kirschl. 1, 119.

luttweich [lùtwai Fisl. Roppenzw.] Adj. geschmeidig, sehr biegsam, bes. von Ruten, Gerten, Stöcken. Die Ruete-n-is l. Fisl.