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Wörterbuch der elsässischen Mundarten  
 
Druck bis umme druckeⁿ (Bd. 2, Sp. 750b bis 751a)
 
  Druck [Trùk Hi. Heidw. Banzenh. Obbruck Orschw. Co. Dü. Bf.; Pl. Trìk Heidw. Obbruck, Trek Dü.; Demin. Trìkli Banzenh., Trìklə Hi. Heidw. Dü.] m. 1. Druck. Gi mⁱr e Schmutz un e D.! einen Kuss und eine Umarmung Obbruck. Er macht nit lang Plän, d grösti Mümpfl steckt er niⁿ, un e Schluck un e Druck! un drnoʰ is s drundeⁿ Dü. 2. soviel auf einmal gepresst oder gekeltert wird. E D. Nusseⁿ, Bireⁿ, Raps, Lewat Bf., e D. Büecheleⁿ Bucheckern Hi. Basel 86. Schwäb. 143.

Abdruck m. Ende, in der Rda. s geʰt uf dr A. die Arbeit ist bald fertig. s geʰt uf dr A. mit iʰm er wird bald sterben, oder er (der Beamte) wird demnächst aus dem Dienst geschickt werden Orschw.

Nachdruck [Nótrùk Bf.] m. das Ergebnis des zweiten Pressens von Trauben, Nusskernen, Mohnsamen, Raps u. dgl.

druckeⁿ [trùkə S. O. Scherw. Bf.

[Bd. 2, Sp. 751a]
Geisp. Str. Betschd. Wingen Saarunion; trykə Lutterb.] 1. drücken. s het miʰ druckt un gschmutzt (s. Druck 1) Banzenh. Rda. D. wi dr Teüfl en armi Seel oder kurz: d. wi en armi Seel, wi en armeⁿ Sünder stark drücken Str. s druckt miʰ ich habe Atmungsbeschwerden Co. Henry. Dr Schueʰ druckt miʰ das Unglück verfolgt mich Rädersd. Eppis in d Händ d. bestechen Ruf. D Tür in d Hand d. einem über die Furcht weghelfen Hi. s. auch drückeⁿ. 2. schieben. Deⁿ Korrich d. den Karren fortschieben Geisp. 3. keltern, pressen Banzenh. 4. drucken (Bücher). Rda. Liegeⁿ wie (ge)druckt Su. allg. ‘Sie lüejt as wie gedruckt’ Kettner Mais. 60. 5. intr. knospen, sprossen Hi. D Bäüm druckeⁿ schoⁿ Banzenh. Basel 86. Bayer. 565.

 PfWB  LothWB  RhWB ab druckeⁿ 1. abdrücken. s druckt mⁱr fast s Hërz ab, das ze sëʰn Str. 2. abschiessen. Hes d Flint schoⁿ abdruckt? Hlkr. 3. fortgehn, verschwinden. Jetz druck ab, dass mⁱr dich wëg hän! Str. 5. ab- oder nachdrucken Bf. Basel 13.

an druckeⁿ andrücken. Meⁿ muess d Tapeteⁿ aⁿ d Wand a. Bf.

dure druckeⁿ Heidw., durch druckeⁿ Bf. 1. durchdrücken, durch Druck zerbrechen. Meⁿ kaⁿⁿ jo dëneⁿ Leib Brot d. Bf. 2. refl. sich Platz machen, insbes. sich im Leben durchbringen. Iʰ ha miʰ noʰ (gerade so) könneⁿ d. Heidw.

ʰerum druckeⁿ 1. durch zu vieles oder hartes Drücken quälen. Druck mⁱr dis Kindl nit so ʰerum, schuns hes de s mit mir ze duen! Str. 2. langsam arbeiten. Was drucks de dënn so lang an dëre Arweit ʰerum? ebd.

ineⁿ druckeⁿ1. hineindrücken. Rda. Dëm han iʰ eineⁿ ineⁿgedruckt den hab ich ordentlich angeführt Steinb. Steinbr. 2. Einⁿ i. coitieren Heidw.

lieb druckeⁿ liebkosend umarmen. Iron. De kaⁿⁿs miʰ l. (nämlich am Hintern)! Rapp.

umme druckeⁿ um, auf die Seite drücken, z. B. einen Wagen Su.