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Turkel bis Durlips (Bd. 2, Sp. 713b bis 714a) | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
Turkel turkleⁿ ʰerum turkleⁿ in turkleⁿ turklig Türk Türik Türkeⁿ Därlewätsch turleⁿ Turlitam Durlips Dürlips Zuckerdürlips Turlur Darm Füdledarm Hundsdarm Schafdärm Gedärm Term Termeⁿ Tërmin Termin tërminswis tërminiereⁿ zsammeⁿ Turmel turmleⁿ Türmel Säütürmel Wëltstürmel Wuchedirmel türmleⁿ ʰerum türmleⁿ in türmleⁿ umme türmleⁿ umenander türmleⁿ Türmler Getürmel türmelig schlaffdrmelig tapptürmlig Dorn Darⁿ Brameⁿdorn Diseldorn Heideldorn Listeⁿdorn Widdorn Dorneⁿ Brömdorneⁿ Diseldorneⁿ Wissdorneⁿ dorneⁿ dornig dörneⁿ verdörneⁿ dörnig wissdörnig Turn Turm Deimelthurm Diebsturn Ketteⁿturn Kirchturn Kuppelturn Pfennithurm Spitzentürmel turne Turne Turnip(e) thurnieren Terpentin us dorseⁿ Dorser Dorseⁿ Dorscheⁿ Dorschi Krutdorseⁿ Salatdorscheⁿ Zucker dorsch Durst Beckeⁿdurst verdursteⁿ durstig dürsterig Tart(e) Tort Turt Apfeltort Biskuittort Boliweⁿtart Crêmetärtel Kirschtart Mandeltart Quëtscheⁿtart Trübeltart Zwëtschgeⁿtart | turkleⁿ, turchleⁿ, turkeⁿ [tùrklə Bf.; tùrìklə Str. Hf. Lobs.; tùrχlə Hlkr. Ingw.; Nbf. ‘durtle’ St.] 1. taumeln, schwanken, wie ein Betrunkener. Er het iʰm eini gebutzt, ass er geturiklt is Str. ‘Genn Aacht, sie fangt ze durkle-n-an’ Hirtz Ged. 223. Klein. 2. tr. eⁱns t. ein Schläfchen machen Lobs. 3. träumerisch umhergehen Hlkr. ‘Wer isch denn zeller Mann, wo dort In eim Stück furt so durkelt?’ Franois Husm. 1886. 28. ‘In ’s Herr Bluetschrywers Sohn isch mit gedurkelt au, sternvoll wie e Kanon’ Pfm. III 2. ‘dorckelend chancellantes’ Martin Parl. N. 243. ‘turkeln’ Klein. — Schwäb. 134. Bayer. 620. Pfalz. PfWB RhWB ʰerum turkleⁿ umhertaumeln Str. Rda. E. wie n-e volli betrunkene Gans Bf. Wi mⁱr lang genueg herumgeturchlt sin gsin, is dr Dampf (Rausch) ewëg Illk. in turkleⁿ in betrunkenem oder sehr ermüdetem Zustand einschlafen Bf. Er is üwer sinere Ärweⁱt langsam ingeturiklt Lobs. turklig [tùrkli St.] Adj. schwankend, dem Umfallen nahe. [Bd. 2, Sp. 714a] Türkeⁿ [Térkə Rädersd.; Tìrkə Str.] f. 1. Türkin. ‘Min Lissel als e Dürke!’ verkleidet Schk. 161. 2. böse Frau. Du hes e T.! Rädersd. Turlitam, Tirlitam, Tirlitum, Turlutu [Tyrlitàm Obhergh.; Tìrlitàm Wittenh. Urbis Hüss.; Tîrlətùm Roppenzw.; Tîrlitùm Obsteinbr. Ensish.; Tirlətùm Attenschw. Osenb. Mittl. Dü.; Tirlitùm Hlkr. Hattst.; Tirlitym Lutterb.; Tyrlite Su.; Tyrlitê M.; Tyrlytý Str.] m. (f. Ensish. Hattst.; n. Lutterb.) 1. Drehorgel. s is e Mann do mit m T. Mittl. Urbis. Spruch: Türlitum, d Fraü is krumm, Si het e krummeⁿ Zecheⁿ, Si blitzt in alli Höcheⁿ, Si het e Zein voll Kinder, Si sin wi dr Schinder Hlkr. 2. Summröhrchen aus Schilf Str. ‘Drus hemmer gebäschelt Flöte, Gigrigi un Durledu’ Schk. 201. ‘E mirliton isch nix anderschs als e kleins Instrumentel, wo mer us me dicke Schilfrohr fawrizirt. S'Schilfrohr het innewendi e Hytel; diss macht mer durch e Messerschnitt bloss, ohne's ze verrisse un — s'Instrumentel, odder der Türlütüh, isch ferti’ Str. Wochenbl. 1884, Nr. 18. 3. Drehorgelspieler Dü. 4. langsamer Mensch Ensish. 5. Rausch. Dëʳ laüft ʰerum, er het e Tirletum Attenschw. — frz. ‘turlututu onomatopée du son de la flûte’ Littré. [Bd. 2, Sp. 714b]
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