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Wörterbuch der elsässischen Mundarten  
 
Dunner bis Tender (Bd. 2, Sp. 688b)
 
  Dunner [Tùnər Olti. Liebsd. Geberschw. Dü. Bf. Str.; Tǿnər Reichstett] m. Donner. Bauernregel: Spoter D., früejer Hunger Gewitter im Spätherbst künden einen langen Winter an Liebsd. Für die Verhältnisse im Frühjahr s. Hunger. Dunner un Doria! leichter Fluch. Dunner in's Wëspenëst! Hi. ‘Do soll doch glich der Dunner drin schlaue!’ Dehli. JB. XI 39. s. auch Dunder. Zss. Fluchworte –keil Bf., -schier Geberschw., –schiess Olti.Bayer. 516. Pfalz.

dunnereⁿ donnern Hi. Obsteinbr. Dü. Str.Basel 96. Bayer. 516.

ab dunnereⁿ abputzen, ausschelten Dü.

verdunnereⁿ vernichten. Dis is emol e rëchter Risswolf; wënn er e Stückl Kleid zwei Mol an ghet het, iss ganz verdunnert Str.
 
 
dünn [ten Su. Hlkr. Co. Dü. K. Z.; tìn Str. Ingw. Betschd. W.] Adj. dünn. s Is is noch d., iʰr müeˢˢn noʰ nit druf geʰⁿ! Co. D. wie Fliesspapir Su. Das Stückle Brot is so d., dass mr s Vaterunser durch kann bëteⁿ Ingw. ‘Do wurd alles mit dünne Messer gschnitte’ ein Zeichen der Armut Str. JB. XI 112. E dünns Gsicht abgemagert Co. Henry; vgl. spitz. — S. Swz. 327.

dünnlëcht [tenlaχt Hlkr.] Adj. ziemlich dünn.
 
 
tändleⁿ [tantlə Felleri.] langsam einherschlendern. Vgl. daudleⁿ. — Vgl. Bayer. 609.
 
 
tändereⁿ [tantərə Mütt.] herumlaufen. — Vgl. Bayer. 609.

umenander tändereⁿ herumlaufen Mütt.

tänderleⁿ [tantərlə Mütt.] zierlich einherstolzieren. — Vgl. Schwäb. 119.
 
 
Tender [Tèntər Hattst.] m. grosser Kopf.