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Wörterbuch der elsässischen Mundarten  
 
teik bis grossdick (Bd. 2, Sp. 671a bis 672a)
 
  teik [taik S. O.; tèik M.; tæìk Ingersh.; têk Dehli.] Adj. 1. überreif, weich, von Birnen usw. Die Sort Bireⁿ losst siʰ nit lang halteⁿ, si wureⁿ gliʰ t. Geberschw. D Ëschgrüsele [Akrisələ Seite 282] kaⁿⁿ mr nur ësseⁿ, wenn si t. sin Ruf. Teⁱge Bireⁿ sin ungesund Dehli. Spw. ‘Man siht wol am sak wo die taigen birnen liegen’ Geiler, Als. 1862, 135. 2. müde. Ziter dëne Morjeⁿ um viere bin iʰ in dr Sunn gstandeⁿ un ha gschafft wie e Räüwer, awer jetz bin iʰ t. Dü. Rapp. 3. zahm, demütig Su. Horbg. Basel 70 daig. Schwäb. 118 taig. Bayer. 595 ebs.

teikeⁿ [taikə Olti. Su. Dü.] intr. gären, teig werden, von Birnen. Rda. Meins, in andereⁿ iʰri Bireⁿ t. aüʰ wie

[Bd. 2, Sp. 671b]
dini? meinst du, andere haben in ihrer Jugend auch solche Streiche gemacht wie du? Dü.Basel 70 daige.

 PfWB teikig, teikicht, teikiʰt [taikik Obhergh. Bf. Scherw.; tæìkik Ingersh.; tæìki Illk. K. Z.; taikiχ Str. Rothb.; tǽkiχ Oermi.; tǽkeχ Wh.; taikiχt NHof; tæìkit K. Hf.] Adj. 1. mit Teig beschmiert Illk. 2. nicht ausgebacken. Die Küechleⁿ sin t. Bf. Obhergh. ‘daikigs Brod’ Str. CS. 24. 3. überreif, von der Birne Str. K. Z. Der Bauer liebt solche Birnen. ‘weichgeknetscht wie e daikigti Bier’ Str. Wibble Wibble = Strossburjer Wibble (von Karl Bernhard) 1. Bdch. Strassburg 1856. 8. ‘O der täigigen Feigen weyche!’ Mosch. II 96. Dis Stück Viʰ is t. fëtt Wh. MA. IV 188. 4. nass, vom Boden Wh. Bayer. 595. Pfalz.

schwarzteikiʰt Adj. teigig, dass die Schale der Birne dunkel gefärbt ist Hf.
 
 
dick I[tìk u. tek allg.; Kompar. –ər; Superl. –t] Adj. Adv. 1. dick, von grosser Körperfülle, stark. Das is e dicke Pflutt eine dicke Person Co. Ër is d. wie n-e Mëʰlsack, wie n-e Stuwenofeⁿ Su., wie e Kantonspfarrer Gebw. Zu einem runden, gesunden Kind: Du hes awer dicki Backeⁿ! U. Dr Dick schlaⁿ Lutterb., spileⁿ Su. den grossen Herrn spielen. Dr Dick vertrauliche Bezeichnung eines Bekannten Su. Im Winter muess mr sich d. aⁿ leieⁿ Co. Dër het s d. hinder deⁿ Oʰreⁿ Ruf. Jetz haw iʰ dis Ding d. ich habe genug davon Brum.; Var. dick satt Str. Ër is mⁱr z d. kummen zu grob Banzenh. ‘Merr het‘s mit dene fremde Michle glych dick verschütt’ Pfm. V 4. Zss. Dicksack. 2. steif, fest, von Mörtel u. drgl. Dü. 3. dicht. Ne dickeʳ Wald Su. Durch D. un Dünn. Si sin nit d. gsäjt es gibt wenig von dieser Art. D. steʰⁿ von Pflanzen gesagt: dicht gehäuft stehen. Dëʳ Baüm hënkt d. voll Epfl Dü. u. ö. ‘Ob's nit so vornehm duet, ass wie wenn ’s Gold in Sestre dhaim hät, un, werzina, ’s sitzt by ne nit so dick’ Pfm. III 2. 4. schwanger. Si is d. Su. M. K. Z. 5. geronnen, von der Milch Banzenh. Z. 6. unsauber. Sⁱe redeⁿ d. Wh. Basel 76. Schwäb. 126. Bayer. 487.

Dumeⁿdick m. kleiner, dicker Kerl Heidw.

Dicker [Tìkr Ruf. Su.; Tekər Dü. U.] m. (f. Dicki) 1. dicker Mensch, zuweilen Beinamen junger Leute Dü. Was is, Dicki,

[Bd. 2, Sp. 672a]
wi geʰt's? K. Z. 2. vertrauliche Anrede. Zei, D.!, hör emol e bissl! Brum. Was is jetz, Dicker? In wëm bis? Dü. Salu, Dicker, zaʰls eps? Scherzanrede unter guten Freunden U. 3. mit dem Genit. eigens gebildeter Verbalsubstantiva iron.: ein Held, ein Hauptkerl in dem und dem Fach. Wenn d nit still bis, ghei iʰ dich hinus! — Jo, du bis s Nusgheiers Dickeʳ! du würdest mich wohl hinauswerfen können Ruf. Ich kënn dis Ding! — Du bis halt s Kënners Dicker! Hf.

 PfWB dicklëcht [teklaχt Hlkr.; tekláχt Barr K. Z.] Adj. ziemlich dick.

armsdick Adv. so dick wie ein Arm. s is ormsdick ʰrus gschosseⁿ das Wasser aus der Quelle Ingenh. Scherzhaft steigert man: armsdick un noch ermer (statt dicker) Co.

 PfWB  LothWB  RhWB fustdick Adj. faustdick, sehr dick. Rda. Dër het s f. hinder den Oʰreⁿ ist ein durchtriebener Mensch Bf. ‘Mer mennt, der kann kèn dréj zehle, un hatt's fustedick hinger de Ohre’ Dehli. JB. XI 44. ‘fustedik begryffe’ Pfm. III 4. — Basel 126.

grossdick Adj. hochschwanger NBreis. U.