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Wörterbuch der elsässischen Mundarten  
 
Spuel(e) bis spalteⁿ (Bd. 2, Sp. 539b bis 540a)
 
  PfWB  LothWB  RhWB Spuel(e) [ʿSpỳələ Heidw. Steinbr.; ʿSpyùl M.; ʿSpỳəl Su. Obhergh. Co. Dü.; ʿSpùəl Bf.; Demin. ʿSpìələlə] f. Spule, Spindel. Zss. Spuelrad; Spüeleleⁿfadeⁿ Faden auf einer kleinen Spule aufgewickelt Obhergh.Bayer. 2, 666.

[Bd. 2, Sp. 540a]

Zettelspuel f. Zettelspule. Man unterscheidet grössere Spulen aus Holz für Zettel, auch Rolleⁿ genannt, kleinere für Einschuss (Läreⁿ), Zettelspueleⁿ mit festen Scheiben auf beiden Seiten, schliesslich Zwirⁿspueleⁿ mit einer Scheibe nur auf einer Seite Bf.

Spueleⁿ [ʿSpỳələ Logelnh. U.; ʿSpûlə Wh.] m. Spule. — Bayer. 2, 666.

Spüeli [ʿSpìəli Hi. Dü. Mütt.] n. kleine Webspule, die in das Schiffchen kommt. S. macheⁿ Garn auf die Webspule winden Hi. Dü.Basel 276.

 PfWB  LothWB  RhWB spueleⁿ I [pyələ Su. Mütt. K. Z.; pùələ Bf. Kestenholz; pŷlə Str.] spulen. — Bayer. 2, 666.

Spueler m., Spuelereⁿ f. Person, welche das Spulen gewerbsmässig betreibt, bes. in Fabriken allg.

Spuelerei [ʿSpỳələræi Su.] f. Abteilung in der Fabrik, wo gespult wird.
 
 
spueleⁿ IItüchtig essen Str. K. Z.vgl. Bayer. 2, 666.

Spuelet, Spüelte [ʿSpìəltə Co. Ingersh. Dü. Rapp.; ʿSpŷlət NHof Str.; ʿSpỳələt und ʿSpỳəlt Hf.; ʿSpûlət Lützelstn.] f. 1. Spülicht. 2. Geschirrabwasser. Die Küchenabfälle werden als Viehfutter benutzt. s is schad fur d S. ewëg ze schütteⁿ, mach sⁱe ins Suffeⁿ! NHof. Aber: Wëⁿⁿ mr nix aˡs Spüelte füetert, bikummt mr keⁱⁿ feissti Sej Dü. ‘Das Schwein begert Kleigen, Spülach und Mist’ Geiler P. 117ª. CS. Hist., wo auch Spülot 1385. Zss. Spueltstein; Spüeltekübel Ingersh.
 
 
 PfWB  RhWB Spalt, Spalteⁿ [ʿSpâlt Hi.; ʿSpàlt O.; ʿSpàltə U.; Pl. ʿSpalt Hi. Su. Dü., ʿSpàltə Co. U. W.; Demin. ʿSpaltələ, Pl. –r Dü.] m. ( f. Co. Henry) Spalt, Riss, Sprung in einer festen Masse. Het der Tëller e Spalteⁿ, ass r eso schättert? Geud. Von einem Betrunkenen mit schwankendem Gang sagt man: Ër is nimmʳ im Stand für uf m S. (zwischen zwei Fussbodendielen) noʰ (nach) z geʰⁿ Ruf. JB. IX 122. Er het alli Spälteler zuegstopft alle Ritzchen verstopft Dü.Basel 271. Bayer. 2, 667.

 PfWB  LothWB  RhWB spalteⁿ Part. gspalteⁿ allg. 1. tr. (Holz) spalten, zerkleinern. Wiˡt Holz s.? K. Z. 2. intr. sich spalten. Arbeitsgruss an die Holzhauer: Spaltet's? Antw.: Ja, als dr Lenge noʰ! Dollern. Ähnlich Spalteⁿ sⁱe? Antw.: Mr wëllen sⁱe schoⁿ

[Bd. 2, Sp. 540b]
leʰreⁿ! Mittl. 3. Part. gspalteⁿ als Adj. s. Husar. Man sagt auch: Si is wit gspalteⁿ sie nimmt grosse Schritte Dü. Basel 271. Bayer. 2, 669.