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Wörterbuch der elsässischen Mundarten  
 
Schnëpf(e) bis Schnaps (Bd. 2, Sp. 503b bis 504a)
 
  PfWB  LothWB  RhWB Schnëpf(e) [ʿSnapf m. Hi., f. Su. Co. U.; ʿSnæpf f. Str.] Schnepfe. Zss. Schnëpfeⁿstrich, –drëck. — Basel 259. Bayer. 2, 578.

Riedschnëpf f. Bekassine, kleine Schnepfe Su.
 
 
schnipfleⁿ [nepflə Olti. Z.; nìpflə Str. Lobs.] schnitzeln; etw. (Holz, Papier) in kleine Stüke zerschneiden CS. 96. Klein.Bayer. 2, 578.

 PfWB  RhWB ʰerum schnipfleⁿ herumschneiden am Holz Brum.

verschnipfleⁿ mit einem Schneidewerkzeug in kleine Stückchen zerschneiden,

[Bd. 2, Sp. 504a]
namentl. Papier mit der Schere Gundersho. Betschd.

Schnipfele n. abgeschnittenes Stück Hf. Obbr. E S. Papir Hf.
 
 
schnupfeⁿ [nùpfə fast allg.; nypə W.] 1. schnupfen (Tabak oder auch zerriebene Kräuter, Kampfer). Gi mⁱr e Pris, ass iʰ kaⁿⁿ s.! Hlkr. ‘Schnupfe ganz d'Tuwacksbüchs leer’ Hirtz Schk. 221. Wënn eiⁿm d Nas bluet, söll mr Wasser s. Bf. Zss. Schnupftubak. 2. schluchzen. Bi dëre Predi het grad niemeⁿ ghült, awer gschnupft häⁿ fast alli Bf. Vgl. schnupseⁿ. 3. den Nasenschleim hörbar hochziehen. Was hes dënn allewil z s., butz doch dini Nas! Dü. Schnupf doch nit aˡs eso, alti Schnupfereⁿ! Dunzenh.; mit ders. Bed. ʰⁱninschnupfeⁿ M., ʰⁱnufschnupfeⁿ Dü. s. auch schnupseⁿ. — Basel 261. Bayer. 2, 579. Hess. 364.

verschnupfeⁿ durch Tabakschnupfen besudeln. Dr Pfarrer ht e verschnupfti Sütane Pfetterhsn.

Gschnupfs n. fortwährendes Schnupfeⁿ (Bed. 3.) Dü. K. Z.

Schnupfer [m. ʿSnùpfər Su. Dü. Str. K. Z.; ʿSnypər Wh.; f. ʿSnùpfərə, ʿSnypərə] 1. Person, die gewohnheitsmässig Tabak schnupft. 2. die geräuschvoll Luft und Schleim in die Nase hochzieht U.
 
 
 PfWB  LothWB  RhWB Schnaps, Schnips [ʿSnàps allg., ältere Nbform ʿSnips Str.; Demin. ʿSnapslə O., ʿSnapsl U., ʿSnæpsl Str.] m. 1. Schnaps, Branntwein. E Schnaps (Schnäpsle, Schnäpsl) trinkeⁿ ein Gläschen Schnaps trinken. Wënn d Kinder S. trinkeⁿ, wëreⁿ si nit gross Dü. U. ‘Von drei, vier Kännle Schnips henn so Schlukker glych e Hyps’ Pfm. III 7. S., Bier, Brandewin, Di jungeⁿ Wiwer lëweⁿ fin Ingw. 2. Vorwurf. E unbrennteʳ S. Steinbr., e truckeneʳ S. Su. Hit git s S., wil mr eso spot uf d’Ärweit geʰⁿ Bf. Gël, ër het dⁱr e gueter S. iⁿgschënkt? einen tüchtigen Verweis gegeben? Liebsd. Zss. Schnapsglas, –gläsle, –gutter, –klobeⁿ Schnapsnase Dü., –lump, –nase, –taler, –zinkeⁿ. s. auch Bränntëwin. 3. Schnapper (ält. Spr.). ‘in einem augenblick, in einem huy, in einem schnapss, in einem stutz’ Mosch. I 216. ‘alss dann auch in einem schnapss geschehen’ ders. II 443. ‘Im Elsass haben sie in eim schnaps die sechs vnnd viertzig

[Bd. 2, Sp. 504b]
Stätt vnnd fünfftzig Schlösser vberrumpelt’ Fisch. Garg. 354. — Basel 259.