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Schlëck bis verschlëckeⁿ (Bd. 2, Sp. 460b bis 461b) | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
Schlëck Schlëck Schlëckel Honischlëckel schlëckeⁿ ab schlëckeⁿ (e)wëg schlëckeⁿ uf schlëckeⁿ ungschlëckt us schlëckeⁿ verschlëckeⁿ verschlëckt zsammeⁿ Schlëcker Bappeschlëcker Dinteⁿschlëcker Drëckufschlëcker Fotzeⁿschlëcker Füdleschlëcker Lochschlëcker Platteⁿschlëcker Tëllerschlëcker Zuckerschlëcker Schlëckeri schlëckerig schleckerhafftig schlëckig Schlick Schluck schluckeⁿ abe schluckeⁿ verschluckeⁿ Schlucker Halbmarkschlucker schlücklich Schluck(e) Schlück Schluckeⁿ Pfaffeⁿschlück Zaʰnschlück schluckig Schluckser Schlamassel Gschlamassel(s) schlamätereⁿ Schlamäteri schlamätrig Schlamil Schlemil schlemmen schlimm Schlim Schlimer schlimig schlimerig Schlimer schlimereⁿ schlimerig Schlimmer Schlumme Schlummele Schlummi Schlamp schlampeⁿ Gschlamp Schlambampel Gschlambampel Schlambampereⁿ Schlambamperi verschlämbämpleⁿ Schlamper Gschlamper Schlampereⁿ schlampereⁿ ʰerum schlampereⁿ umme schlampereⁿ umenander schlampereⁿ Gschlampers Schlamperi Strosseⁿschlamperi schlamperig Schlamperte Schlamperzereⁿ Schlampi Schlëmp(e) Schlëmpeⁿ Stallschlëmpeⁿ schlëmpeⁿ schlëmpleⁿ Schlëmper schlëmpereⁿ ʰerum schlëmpereⁿ Schlemperi Schlëmpi schlëmpig Schlump schlumpeⁿ schlumpereⁿ umenander schlumpereⁿ Schlumperi | Schlëck f. ein in Speisen wählerisches Weib Ingersh. PfWB PfWB LothWB Schlëckel [m. ʿSlakl Dachstn. Mutzig Hf.; ʿSlækl Ingw.; n. ʿSlakl Molsh. Geisp. K. Z. Obbr. Wörth; ʿSlækl Str. Rothb. Ndrröd. W.] Obstmus, gewöhnlich aus Zwetschen hergestellt. In Dachstn. wird das Apfelmus schlechtweg so genannt; in Lohr, dessen Bewohner den Spitznamen Schlëcklkrämer haben, sowie in Wh. der eingekochte Birnensaft. Sonst unterscheidet man im einzelnen: Apflschlëckl Rothb. Ndrröd., Äpfl- Wörth, Bireⁿ- Mutzig Geud., Karwëtscheⁿ (Zwetschen)- Geud., Kirscheⁿ- Wörth, Pflumeⁿ- Geud. Ndrröd., Quëtscheⁿ- Hf. Ndrröd., Quëtschl- Mutzig Str. K., Winschlëckl Mutzig. Zss. Schlëcklbrot, -fladeⁿ = Konfitürfladeⁿ Molsh. Wann s vil Obs git, wird üwerall S. gekocht Dehli. Rda. Eiⁿm S. uf d Zung bindeⁿ Ingw., Var. schmiereⁿ Obbr., stricheⁿ Str., S. ufs Mul lejeⁿ Str. jem. schmeicheln oder auch jem. durch gute Worte und kleine Geschenke oder durch schöne Versprechungen ködern. ‘Loosst rüehwi sich ... Uff d Zung e Schleckel binde’ Hirtz Ged. 228. ‘Pasteetle, Confitur un Schleckel’ Schk. 214. Dis is keⁱn S. die Sache ist gar nicht so einfach Illk. ‘D Gall gitt ken Schlekkel nit’ Pfm. V 6. Spw. Us Bëch [Bd. 2, Sp. 461a] PfWB Honischlëckel n. Honigbutterbrot Geisp. PfWB LothWB RhWB schlëckeⁿ [lakə fast allg.; lækə Str. Rothb. Ingw. Wh. Büst] 1. lecken. Rda. d Finger noch eps s. sehnsüchtig nach etwas verlangen (auch mit dem Zusatz: bis an dr Elleⁿbojeⁿ Dü.). ‘Die schleckt vnd wischt den Mund gar schon’ Brant Narr. 64. 77. Wënn sich d Katzeⁿ s., git s Visit. ‘Es sein etliche auff das schlecken also geneigt’ Geiler Narr. 81. ‘gesellen, die im hafen schlecken’ Fisch. Garg. 17. ‘Das euch das schlecken wirt zm schrecken’ Fisch. Flöhh. 1115. Klein. Bf. ‘Er macht's hyt just wie d’ Kazze: von vorne schlekke si, von hinde duen si krazze’ Pfm. IV 6. Dis Hündl, wü mich gebisseⁿ het, muess mich aüʰ wider s. die mich geschädigt haben, werden mir schon einmal wieder nützen Bf. Spw. D alteⁿ Geiseⁿ s. aüʰ gërn Salz Alter schützt vor Torheit nicht ebd. s. auch kälbereⁿ. Das Schlëckeⁿ ist eine leichte Arbeit, daher die Rda. ‘s geht wie gschlèckt’ ganz leicht Str. CS. 92. Rda. übtr. Eiⁿm s Füdle s. einem schmeicheln Obhergh., daher auch 2. s. allein in der Bed. schmeicheln. Bruchs nit z s.! Olti. ‘sin (des Teufels) slecken ist umbsus’ Dankr. 285. ‘die z hof gont s.’ Brant Narr. 100, 3. 3. naschen. Das Kind schlëckt dr ganzeⁿ Tag Zucker Hlkr. Mit dëm S. verdirbs dⁱr nur d Zäʰn Geberschw. Hes wider gschlëckt, ass dⁱr s Ësseⁿ nit gschmeckt? Liebsd. Rda. Dis is gschlëckt! verächtlich von geringen Speisemengen. Daher wünscht der Vielfrass Eps Guets un e bissl viel, ass s nit gschlëckt is! Hf. Str. CS. 92. ‘Villicht wurd din Lewwer — na, alle Respekt — Am End gar von fürstliche Zunge noch gschleckt!’ die Gänseleber Schk. 220. 4. Part. gschlëckt in der Rda. Er is allewëj wie gschlëckt er ist in seinem Äussern stets wie geleckt, daher = glatt gekämmt, schön frisiert. ‘Die Jumpfer isch sûfer und gschlèckt’ hübsch und glatt, wie abgeleckt Str. CS. 92. ‘D büürä sïn niä so sheen, so gshlakt as viä d shtatlit’ Landsman [Bd. 2, Sp. 461b] ab schlëckeⁿ ablecken: deⁿ Leffl a. s. beim Kuchenbacken, Liebhaberei der Kinder Hf. (e)wëg schlëckeⁿ hinweglecken. Beteuerungsformel: Un das schlëckt dⁱr keⁱⁿ Geis ewëg! und dabei bleibts Dü. Vgl. Mus I Seite 723 unten. PfWB uf schlëckeⁿ auflecken. Mues s u. s.! sagt man einem Kinde, das die Suppe verschüttet Olti. Schlëck's (hurti) uf! ruft ein Junge dem andern zu, wenn er einen Tintenklecks gemacht hat Dunzenh. ungschlëckt Adj. ungeleckt Str. ‘Er isch gar e-n-ungschlekter Bär’ Pfm. IV 6. PfWB us schlëckeⁿ = ab schlëckeⁿ Brum. verschlëckeⁿ Geld für Näschereien ausgeben Dü.
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