| Wörterbuch der elsässischen Mundarten | ![]() | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
Schër bis Zunschër (Bd. 2, Sp. 426b bis 427a) | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
Schër Schërer Schër II Baumschër Huchelschër Kälberschër Liechtbutzschër Rëbschër Stëchschër Trottschër Zunschër schëreⁿ I fort schëreⁿ ungschoreⁿ schëreleⁿ Gschërei anschërig bschereⁿ Scherrebones schërreⁿ ab schërreⁿ ʰerab schërreⁿ ʰerus schërreⁿ us schërreⁿ umenander schërreⁿ useⁱnander schërreⁿ verschërreⁿ zsammeⁿ schërreⁿ Schërr Mueltschërr(e) Hafeⁿschërrer Schërrerei Schërret(e) abscherret Ankeⁿschërrete Mueltschërret(e) Gschirr Gschirrle Aprileⁿgschirr Dëngelgschirr Habergschirr Handwërksgschirr Hebgschirr Herbstergschirr Hindergschirr Iⁿgschirr Kucheⁿgschirr Lottergschirr Lumpeⁿgschirr Mëlkgschirr Nachtgschirr Pflueggschirrle Rossgschirr Spilgschirrle Tinteⁿgschirr gschirreⁿ ab gschirreⁿ an gschirreⁿ uf gschirreⁿ us gschirreⁿ schier dummerschier schiereⁿ (schierig neuschirig Schor Stëchschor schoreⁿ eⁿwëg schöreⁿ zsammeⁿschoreⁿ Pflgschorrer Schor(e) Schër Ladschor Schäfschor schoreⁿ Schoremickele Schoremoppel schörleⁿ Schur schureⁿ schurig schureⁿ II verschureⁿ schureⁿ schüreⁿ Schür(e) Scheüer Heimschür Zëʰnschür Ziegelschür scherb scherbig scherf Schërbeⁿ Schirbeⁿ Schirmeⁿ Schërb(e) Gschirbe Bluemeⁿschërbeⁿ | PfWB RhWB Schërer [ʿSárər Steinbr. M.] m. 1. Maulwurf M. 2. dreizinkiger Karst Steinbr. PfWB LothWB RhWB Schër II [ʿSár fast allg.; ʿSêr Lutterb.; ʿSǽr Str. W.] f. 1. Schere. Rda. Si het d S. gschliffeⁿ eine geläufige, scharfe Zunge Dü. ‘Wie lang wolt jr schleifen die schren?’ schwatzen Rasser Hochz. Soll iʰ dⁱr d S. bringeⁿ? fragt man einen Hartleibigen Dü. Dunzenh. Wo is d S.? ein Kinderspiel von der Art des bekannten »Kämmerchen vermieten«. Die Kinder [Bd. 2, Sp. 427a] Baumschër f. Baumschere. Hol d B., mⁱr wëˡˡn die Rüppeⁿnester abe holeⁿ! Sier. Huchelschër [Hyχlár Su. Dunzenh. Ingenh.; –ǽr Str. Wh.] f. Schere, womit die Büglerin die Hals- oder die Kappenkrause fältelt. Kälberschër f. gebogene Schere, die dem Bauer zum Scheren des Kuh- oder Kälberschwanzes dient. PfWB Liechtbutzschër [Lîχtpùtsǽr Str.; Lìèχpùtár K. Z.] f. Lichtschere; s. Liechtbutz. ‘Namlich inn ain Buzschär sie steckten zwen Brüder’ (Flöhe) Fisch. Flöhh. 1771. PfWB Rëbschër f. Rebschere, zum Beschneiden des Rebstocks Steinbr. Hlkr. K. Z. Stëchschër, s. Stëchschor. Trottschër f. Kelterschere, ein Scherzwort. Beim Weinkeltern schickt man einen dummen Menschen, den man necken will, zu einem entfernt wohnenden Freund mit dem Auftrag, die T. zu holen. Dieser versteht den Auftrag und packt dem Armen einen Korb voll schwerer Steine auf. Letzterer kommt schweisstriefend zurück und hat neben dem Schaden noch den Spott obendrein Mutzig Flexbg. JB. III 140. Vgl. Hebgschirr 4. †Zunschër f. Zaunschere. Rda. ‘Einen nach der zaun scheren schicken’ unnötige Gänge machen lassen, um sich über ihn lustig zu machen Geiler, Als. 1862, 162.
|
| |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| © 2002—2010 by Kompetenzzentrum für elektronische Erschließungs- und Publikationsverfahren in den Geisteswissenschaften an der Universität Trier Home | Impressum | Kontakt | ![]() | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||