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Wörterbuch der elsässischen Mundarten  
 
Schal(e) bis schäleⁿ (Bd. 2, Sp. 406b bis 407a)
 
  PfWB  LothWB  RhWB Schal(e) [ʿSâl Su. Co. M. Dü. Rapp. Bf. Str.; ʿSól Geisp.; ʿSôl K. Z.] f. Schale von Früchten. — Bayer. 2, 394.

Brunneⁿschal(e) Bf., Burneⁿschol K. Ingenh. f. 1. steinerne Brunnenverschalung eines offenen Ziehbrunnens K. Ingenh. 2. hölzerner od. steinerner Brunnentrog Bf. Bayer. 2, 394.

Eierschal(e) f. wie hochd. allg. Man muss sie zerbrechen, sonst kommen die Hexen Str. Pfm. V 4.

 PfWB  LothWB  RhWB Hirnschal(e) f. Schädeldecke allg. Si hän iʰm d H. ab enander gschlaⁿ Co. ‘ein hirnschahle’ Zab. 1677, Als. 1868, 263.

 PfWB  RhWB Nusschal(e) [Nùâl Str.; Nùôl K. Ingenh.] f. wie hochd. — Bayer. 2, 394.

Pfanneⁿschal(e) f. eine Art Kochgerät M.

ungschalt [ùkâlt Su. Horbg. Mittl. Dü. Bf.] Adj. ohne Schale, von unreifen Eiern gesagt, die nur mit einem schwachen

[Bd. 2, Sp. 407a]
Häutchen überzogen sind. Mr muess mit iʰm umgeʰⁿ, wie mit eme ungschalteⁿ Ei sorgsam Dü. Ungschalti Eier nennt man im Scherz auch die Exkremente der Hühner. In einem Liedchen heisst es: D Hüeʰner, die leieⁿ im Trudle zuem Gschënk Ungschalti Eier uf d Stüeʰl un uf d Bänk Dü.

Schalt(e) [âlt, Pl. âltə Dü.; ʿSâlt Hf.] f. Schale von Eiern, Nüssen. Wëⁿⁿ mr Eier brucht hett, soll mr d Schalte nit ins Für gheieⁿ, sust leieⁿ d Hüeʰner nimmʳ Dü.

Eierschalte f. Sing. u. Pl. Eierschalen Dü.

Nussschalteⁿ f. Pl. Nussschalen Wh.

 PfWB  LothWB  RhWB schäleⁿ [êlə Fisl. Roppenzw. Attenschw.; élə Su. Hlkr. Co.; êlə Dü. Bf. U.] schälen. D Hüt schält siʰ nach Scharlach U.; Schale ablösen von Früchten oder Bäumen. Zss. Schäliseⁿ. Reimspruch: Wër Epfl schält un isst si nit, Wër Maidle liebt un küsst si nit, Wër sitzt bim Win un schënkt nit in: Dëʳ muess e dummeʳ Dolweck sin! Dü.Bayer. 2, 395.