PfWB LothWB RhWB Soʰn, Sun [Sûn Hi. Co. Winzenh. K. Z.; Són Str. Ingw. W.; Pl. Sén Co. U.; Demin. Sénlə Co. Winzenh.] m. Sohn. Dr S. glicht im Vater Winzenh. S. fürm Vatr das Leberblümchen, so genannt, weil die Blüten vor den Blättern kommen Han. Vatr vorm S. Huflattich, Tussilago farfara Lobs. Sins Brueders S., sinr Schwestereⁿ S. sein Neffe K. Z. ‘meine Kinder, meine Lieben, meine sünly, ich binn noch ein kleine Zeyt bei uch’ Geiler P. 11. — Bayer. 2, 295. PfWB RhWB †Bruedersoʰn m. Neffe. ‘Mathis Finingers .. brueders sohn’ Petri 476.
Grosssöʰnle n. Enkel Mü. ‘Gross-Sihnle’ Stöber Mäder 83.
PfWB Pfarrersoʰn m. 1. Sohn eines Pfarrers Str. 2. scherzh. von einem Buckligen: Dis is e P., er hat d Kanzl uf em Buckl ebd.
PfWB LothWB RhWB Sunn(e) [Sùnə S.; Sùna u. Sùn Su.; Sùn O. U. W.] f. 1. Sonne. Er is nit wërt, ass ⁱʰne dⁱe S. anschint Oermi. Do steʰt r wi dr Butter in dr S. er schämt sich K. Z. Er dät eiⁿm vor d S. steʰⁿ, wenn er könntig (könnte), so missgünstig ist er Su. Ruf. Das Brot ist an dr S. bacheⁿ leicht, nicht genügend gebacken Dü. Wënn alli siweⁿ Sunneⁿ schineⁿ, blit dër im Nest lijeⁿ am hellen Tag liegt er noch im Bett Bf. Do hinneⁿ is gor griserliʰ kalt, s schint nie keⁱn Sunn hër das Zimmer liegt nach Norden Ingenh. Rätsel: ‘Es flieght e Vogel fäderlos Uf e Baum blädderlos; Do kummt e Frau mundlos Un frisst d'r Voghel fäderlos. — D’ Sunn, die de Schnee frisst, d. h. schmelze macht’ Pfirt Stöber Volksb. 417. ‘s geht e Frau in's Glockehüs, Losst di heilig Sunn ’erus’ Dambach Stöber Volksb. 259; andere Sonnensprüche s. ebd. 260. 261. Kinderliedchen: ‘D Sunn schînt, s Vejele grînt usw.’ s. Stöber Volksb. 71 ff.; dazu: D Sunne schint, s Vögele grint, D Mueter sitzt im Garteⁿ (Var. s Vögele sitzt ufm Ladeⁿ), Spinnt e grüeneⁿ Fadeⁿ, Strickt e schöneⁿ (Var. roteⁿ) Rock Für dr lieweⁿ Gott (Var. Herrgott) Ruf. D Sunne schint, s Vögele grint, s spinnt e sidig Fädele; Dr Schnidr nimmt dr Rötlstaiⁿ, Wirft im Vögele s Bain erzwai; Dr Schmid nimmt s Bloch Un wirft's im Schnidr uf's Loch Hi. Sunne, Sunne, dohër; Schätteⁿ, Schätteⁿ, witeⁿ Wëj; [Bd. 2, Sp. 363b]
Deckl, Deckl uf di Pfann, Dass di Sunn schön schineⁿ kann! Betschd. ‘an der sunn’ Brant Narr. 4, 13. Zss. Sunntag, Sonneⁿbluem, –wirbele. 2. ein Feuerrad, das angezündet, sich dreht und Strahlen sprüht Pfetterhsn. Su. Str. — Basel 285. Bayer. 2, 296. Pfalz 140.
PfWB RhWB Abeⁿdsunn(e) f. Abendsonne Breitenb.
Buebeⁿsunn(e) f. scherzh. für Mond Bf.
PfWB RhWB sunneⁿ [sùna Su.; sùnə Bf. U.] refl. sich sonnen. Bauernregel. Wëⁿⁿ siʰ dr Dachs aⁿ dr Liechtmëss sunnt, se geʰt er widr sechs Wocheⁿ iⁿ s Loch Bf. Mittaggruss bei Sonnenschein: Sunnet ⁱʰr üch [eχ]? Heidw.; scherzh. zu Leuten, die nachts bei Mondschein vor dem Hause sitzen: Sunnent ihr üch [aχ]? Antw. Jo, im Mon! Kreis Co. — Bayer. 2, 302.
PfWB RhWB sunnig [sùnik Su.; sùni K. Z.] Adj. sonnig. Zei, geʰ wëg, s is mⁱr ze sunni do! Ingenh.
Sueʰne [Sŷanə Ndrmagst.] f. Wiesengraben. ‘Zum Sechsten ist die Suone in der Saltzbrunen .. zu manutenieren’ 1667 Gemeinde - Archiv Waltenh. JB. XIII 78 Anm. 1.
PfWB LothWB RhWB Sand [Sà Roppenzw. Pfetterhsn. Henfli.; Sànt Hi. Felleri. Obbruck O. Bf. Dunzenh. Str. Z. Han.; Snt Geisp. K. Pfulgriesh. Weyersh. Reichstett; St M.] m. Sand. Die Burschen werfen nachts Sand an die Fenster der Geliebten, um sie zu benachrichtigen Landkreis Str. Rda. S. uf Hagenau füʰreⁿ Eulen nach Athen tragen Str. Alle (frz.), S. druf! Schwamm drüber! Ablehnung einer unschönen Bemerkung Z. Geʰ in d Äsch geʰⁿ S. rittereⁿ (sieben) kurze Abfertigung: scher dich zum Kukuk Dü. Saund hër, Saund! rufen die Sandverkäufer aus der Umgegend von Str. durch die Strassen. ‘Am Morjes do geht's schun mit Saund-Brüele-n-an’ Schk. 140. ‘Potz Katze! Hund! Buewe! Saund!’ ebd. 141. Zss. Sandgattere, Sandhubel Pfetterhsn., –stein. Flurbezeichnungen: Sandwëj, –matt, –acker, –grub M. JB. IX 210; im Sandfëld Ingenh. — Basel 248. Bayer. 2, 303.