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Wörterbuch der elsässischen Mundarten  
 
Saum I bis Sämmel (Bd. 2, Sp. 357b bis 358a)
 
  PfWB  LothWB  RhWB Saum I [Sàim Su.; Soim Dü.; Sòim Co.; Sóim M.; Sm Barr Molsh. K. Z. Betschd.; Saùm Ingw.; Sáùm, Sám Str.; Sám Ndrröd.] m. Saum eines Kleidungsstückes. Iʰ ha d Hoseⁿ undeⁿ verstosseⁿ, iʰ will sⁱe im Schnider bringeⁿ, ass er mⁱr e S. drum macht Barr. E falscheʳ S. ein schmaler Streifen Zeug, der angenäht und nun erst als Saum umgeschlagen wird, wenn das ursprüngliche Stück Zeug nicht ausreicht Dü.Bayer. 2, 279. Pfalz 119 Säm, 132 Sêm.

Fürtelsaum f. Fürtuch- (Schürzen-) saum Geisp.

Kutteⁿsaum f. Rocksaum Geisp.

Rocksaum m. wie hochd. Ndrröd.

 PfWB  LothWB  RhWB säumeⁿ [saimə Hüss. Obhergh. Hlkr. Logelnh. Su. Dü. Co.; sèimə M.; sǽmə Barr K. Z.; sæimə Mittl. Ingw.; sámə Str. Ndrröd.] einen Saum umlegen, säumen. Iʰ ha e Dutzeⁿd Nastüecher ze s. Dü.Basel 249. Bayer. 2, 279.

 PfWB  LothWB  RhWB in säumeⁿ einzäunen. Wënn hän si dr Garteⁿ iⁿ gsäumt? Logelnh.
 
 
Saum II, Seim [Sim Steinb. b. Thann Ingw.] der süsse, vor dem Keltern gewonnene Most (s. Absaum). — Bayer. 2, 278 Saim.

[Bd. 2, Sp. 358a]

Absaum [Ôsm K. Z.] m. der vor dem Keltern gewonnene Most Su. Molsh. K. Z.

 PfWB ab seimeⁿ die Trauben stampfen und mit den Händen ausdrücken; der so vor dem eigentlichen Keltern gewonnene Most wird geschätzt Su. K. Z. Ingw.

Abseimte f. = Absaum Hlkr.

Sämmel, s. Simmel II.