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Wörterbuch der elsässischen Mundarten  
 
Gsicht bis Meerkatzeⁿgsicht (Bd. 2, Sp. 325a)
 
  Gsicht [Kset S.; Ksìχt bezw. Kseχt fast allg.; Ksiχt Str.; Kséχt K. Ingenh.; Kəsiχt W.; Pl. –ər] n. Gesicht. Ins G. sageⁿ gerade heraus sagen Gebw. Ich ho s ⁱʰm grod ins Gsicht ʰⁱning gseit, ass dis nit woʰr is Dunzenh. Eiⁿm in s G. spoüeⁿ [poja spucken] grob mit jem. sein Rapp. Er macht e G. wi e Aff, wo Schueʰnäjl (Knöchle) frisst Str., od. wie nün Tag Rëgeⁿwëtter Steinb. ‘Der macht e Gesicht, wie wann er de Essig alle getrunk hät’ W. JB. XI 39. Dëʳ het e G. wie-n-e vertrëteⁿˢ Hüeʰnerfüdle ein blatternarbiges Gesicht Winzenh.

Affronteⁿgsicht f. 1. Schimpfname für einen, der auch seinerseits gern schimpft. Loss miʰ umgheit, A.! Mittl. 2. mageres, abgezehrtes Gesicht Steinbr. bei Sennh.

 PfWB Arschbackeⁿgsicht n. Vollmondgesicht Str.

Barbelgsicht n. pockennarbiges Gesicht Str. Mutzig K. Z. Ingw.

 PfWB  RhWB Buttergsicht n. Gelbschnabel, Vorwitz. Was weis dënn du, B.?! Str.

Drëckgsicht n. 1. schmutziges Gesicht U. 2. gebräuchliches Schimpfwort. Du mus miʰ auʰ noch welleⁿ belüejeⁿ, du D.! Str.

Jungfereⁿgsichtle Pl. Calliopsis Illz. St.

Karfritiggsicht n. ein trauriges Gesicht Henfli.

Kisgrueweⁿgsicht n. Blatternarbengesicht Str.

Krüzspinneⁿgsicht n. boshaftes Gesicht Str.

Meerkatzeⁿgsicht n. Schimpfwort Str. ‘So Meerkazgsichtre gunn i Schmedder’ Pfm. II 5.