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Seich bis Hagseicher (Bd. 2, Sp. 320b bis 321a) | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
Seich Hundsseich Tambureⁿseich seicheⁿ abgseicht a(n) seicheⁿ verseicheⁿ Seicher Bettseicher Giftseicher Hagseicher Ölseicher Wëgseicher Seich(e)te Bettseichet Nëbelseichte Seigerte Seuch sich siʰ fürsiʰ Fürsiʰ hindersiʰ obsiʰ übersiʰ undersiʰ underobsiʰ ussersiʰ zue siʰ ʰerufzuesich Sichel Sichle Sichsle Sichelte sichleⁿ sicher siech Siech Gëldsiech Sundersieche siecheⁿ us siecheⁿ Siecher Siechet siecherig suecheⁿ sucheⁿ gsuecht an suecheⁿ heimsuecheⁿ us suecheⁿ versuecheⁿ unversucht zsammeⁿsuecheⁿ Suech Gsuech Suecheⁿs Suecherei Soüsuecherlis Sachseⁿ Sä(ch)sle Waldsächsle sechs sëchs minsechs Sechser sëchzig Brunneⁿ Schepfeⁿsëchziger Sechsuⁿsëchziger sachte Gsicht Affronteⁿgsicht Arschbackeⁿgsicht Barbelgsicht Buttergsicht Drëckgsicht Jungfereⁿgsichtle Karfritiggsicht Kisgrueweⁿgsicht Krüzspinneⁿgsicht Meerkatzeⁿgsicht Milchgsicht Milchsuppeⁿgsicht Pflutschgsicht Pfutzeⁿgsicht Pletzergsicht Ruffeⁿgsicht Rumpfelgsicht Schissgsicht Schlaraffeⁿgsicht Schumleffelgsicht Siʰbeckeⁿgsicht Sonntagsgsicht Summerrösselgsicht Surmilchgsicht Teüfelsgsicht Zueversicht blödsichti durchsichtig | Hundsseich m. ein kleiner Waldschwamm Mü. Tambureⁿseich f. schlechtes, abgestandenes Bier Molsh. seicheⁿ [sæiə Olti.; saiə Roppenzw. Heidw. Liebsd. Ensish. Ruf.; saiaa Su.; saiχa Dü. Katzent. Horbg.; saiχə Co. Ndrröd.; sèiχə M.; sæiχə Ingersh. Bisch. Molsh. K. Z. Betschd.; sǽχə Barr Wh.; sáχə Lobs. Schleit.] 1. Urin lassen (meistens von Tieren gesagt). Pfü Deifl, wi stinkt's do: gël, d Katz het in d Stub gseicht? Str. ‘was ist das lang Predigen! Warzu ist es gut? die weiber seichen in die Stül, die man schlafen’ Geiler Ev. mit Ussl. 78. ‘Es wird ihm kein Hund auff das Grab seychen, Er lauffe dann eine Leyter hienauff’ Mosch. II 727, Als. 1868, 328. D Schnokeⁿ s., sagt man im Scherz, wenn es fein regnet. 2. rieseln, fein regnen Z. Im Ärger über das regnerische Wetter: Hüte seicht's dr ganz Tag! Ruf. Dr Nëwl seicht M. 3. Rda. Der krijt in deⁿ Hoseⁿsack gseicht der wird betrogen Wh. 4. s he gseicht sagt man, wenn das Zündhütchen platzt und das Gewehr versagt Dunzenh. 5. langweilig reden St. — Basel 247. Bayer. 2, 212. Hess. 381. Westerw. 170. abgseicht Adj. schlecht aussehend, mit einem Gesicht, auf dem alle Laster sich spiegeln Co. vgl. auch Seite 381. [Bd. 2, Sp. 321a] a(n) seicheⁿ anführen Scherw. Ndrröd. — F. Schwäb. 260. Bayer. 2, 212. verseicheⁿ 1. durch Urin beschmutzen. Sie han gelacht, ass sⁱe d Röck verseicht han so laut und erschütternd Schleit. 2. mit Ameisensäure bespritzen, so dass es juckt. D Ämeiseⁿ han ⁱʰne verseicht Brum. Ndrröd. 3. betrügen, anführen. Mir sin emol wider verseicht die Dummen gewesen Scherw. Ndrröd. 4. anzeigen, denunzieren Str. Seicher m. 1. das männliche Glied Su. 2. der den Urin nicht halten kann Co. Drëcketer S.! zu einem Kind, das sich das Kleidchen oft verpisst Ndrröd. 3. ein störrisches Pferd, das nicht zieht, sondern stehen bleibt und harnt Lobs. 4. Schimpfwort Obhergh. Co. — Bayer. 2, 212. Bettseicher m. 1. Bettnässer allg. 2. schwächlicher, kränklicher Mensch Liebsd. 3. Löwenzahn, Leontodon taraxacum. Im Früʰjoʰr ësseⁿ vil Lüt B. ze Naʰt Dehli.; auch Zss. –salat od. Brunzbluemeⁿsalat. Vgl. Bettbrunzer. — Bayer. 2, 212. Giftseicher m. jähzorniger Mensch. Du nundedie G.! Obhergh. Vgl. Giftschisser. Hagseicher m. Schimpfname für Lehrer Rixh.
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