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Wörterbuch der elsässischen Mundarten  
 
Ritter(e) bis Satritər (Bd. 2, Sp. 304a)
 
  PfWB  LothWB  RhWB Ritter(e) [Ritərə Su. Banzenh.; Ritər Ensish. u. nö. davon allg.] f. S. O. bis Dü. K. Z.; m. Su. Ingersh. Mütt. Kerzf. Barr NHof Str. Brum. Betschd. Büst 1. Sieb für Getreide, Sand; davon unterschieden das feinere Sieb od. Sib für Mehl Rauw. Rda. Durch d R. falleⁿ bei einer Prüfung durchfallen Ruf. Zu einem, der oft in Bedingungssätzen mit Wann = wenn beginnt: E Wann is keⁱn R. (s. Wann) Hf. Dehli. Wann e Wann e R. wär (od. wier) un e Kuʰdrëck e-n Orchl [Oəχl Orgel], hätte-n-alli Lit Orchleⁿ Rauw. Zss. Ritterflicker Siebflicker Liebsd. Demin. Ritterle kleine Brotschnitte mit Konfekt od. weichem Käse Str. ‘Ritaere cribrum’ Herrad 188. ‘rüter’ Geiler S. M. 19. ‘cribrum sib oder reutter’ Dasyp. ‘cilicium härin seühtuch, reuter’ Gol. 349. ‘Sib oder Reuter crible ou sas’ Martin Parl. N. 160. — Basel 240. Bayer. 2, 179.

Fruchtritter m. Getreidesieb Su.

Gërsteⁿritter m. Sieb für Gerste Su. Bf. Kerzf.

Grüensritter [Krìansritər m. Su., f. K.; Krìènsritər f. Z.] Sieb, welches beim Sieben — nach dem ‘Aufputzen’ auf der Windmühle — nur die guten, vollkommenen Körner zurückbehält, Unkraut wie Rade, Winde usw. aber durchfallen lässt.

Gsämritter [Ksámritər Su.] = Grüensritter.

Haberriter [Hâwərritər Su.] m. Sieb, das die Haferkörner durchlässt, alles andere, z. B. Halme usw., zurückbehält.

Hosritter [Hósritər Su.] m. Sieb, das die enthülsten Körner durchlässt, den Hos (Weizen- od. Roggenkörner mit Spelzen) aber zurückbehält, damit er nachher noch einmal ausgedroschen werde.

 PfWB Kërneⁿritter m. = Grüensritter Wh.

Sameⁿritter [Sôməritər Bf. Lützelstn. Wh.] m. feinmaschiges Sieb, auf dem man das Getreide zum letzten Mal reinigt Lützelstn.; für Klee-, Flachssamen usw. Wh.

Sandritterle n. Sandbüchse Str.

Satritər [Sótritər Z.] f. Samensieb, engmaschiges Sieb.