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Wörterbuch der elsässischen Mundarten  
 
‘Randal bis Brotrind (Bd. 2, Sp. 265b bis 266a)
 
  PfWB  RhWB Randal m. Lärm, Tumult’ CS. Str.

 PfWB  RhWB randaliere lärmen, toben’ CS. Str.Basel 234.
 
 
randeseⁿ, rundeseⁿ [rùntésə Steinb. Su. Osenb. Obhergh. Dü.; ràntésə Geberschw. Meis.; ràntêsə M.] lärmend umherlaufen, von Kindern und Erwachsenen. Am Sunntig z Nacht hän sⁱe widr grundest im Wirtshus Steinb. Was rundese-n-ⁱʰr eso? Su. D Kinder sin elleiⁿ in dr Stub, horch nur wie si r.! Dü.; auch vom Vieh, lärmen: dⁱes Stückle Viʰ randest Geberschw.Vielleicht zsgs. aus Rant Streich, wovon ranten mutwillige Streiche treiben oder erzählen (Bayer. 2, 125) und dössen rauschen, toben (ebd. 648).

Rundeses, Grandes, Grundes [Rùntésəs Su.; Krùntés Dü.; Kràntés Geberschw.; Kəràntês M.] n. Spektakel, Lärm. Was is das für e R. (Gr.) in dëreⁿ Stub?
 
 
 PfWB  RhWB Randewu [Ràntəwy, Rantewy Osenb. Dü. Bf. U.; auch frz. Ausspr., bes. in Städten] m. 1. Zusammenkunft, Stelldichein

[Bd. 2, Sp. 266a]
Osenb. Bf. 2. Freude, Vergnügen: Do hän ⁱʰr R. gha bei einem Festessen; dëʳ het R. wenn ihm ein glücklicher Zufall etw. Erfreuliches bringt od. wenn er sich allein bei seinem Mädchen befindet Dü. Basel 234.
 
 
 PfWB  LothWB  RhWB Rind [Rent Hf.; Rìnt, Pl. Rìntər Sesenh.] n. Rind. Spw. E richi (Var. schöni) Frau, wenig Kinder, kurzi Ross und langi Rinder bringen einen Bauern in die Höhe Stattmatten Sesenh. Zss. Rindfleisch s. d. und auch Fleisch. — S. Swz. 2, 277. Bayer. 2, 117.

rindereⁿ Adj. vom Rind herrührend: e r. Hirn, e rinderi Blos, r. Marik Mark Hf.Bayer. 2, 118.

 PfWB  RhWB rindereⁿ [rìntərə Ruf. Betschd.; rentrə Co.] 1. brünstig sein u. nach dem Stier verlangen, von Kühen. 2. lärmen, Spektakel machen: Rindre-n-ⁱʰr widr? Co.

 PfWB  RhWB rinderig Adj. brünstig, von Kühen. Ein Scherz unter Schuljungen, wobei auf die Aussage des ersten hin der andere immer sagen muss: Ich oiʰ! lautet folgendermassen: Iʰ geʰ üwer Fëld. — Ich oiʰ! — Iʰ find e Bittl voll Gëld. — Ich oiʰ! — Iʰ koif e Kuej drus. — Ich oiʰ! D Kuej wurd r. — nun bleibt jedoch die Antwort meistens aus Dü. Wortspiel mit Rinde, Baumrinde: Im Früejjoʰr wëreⁿ d Gërwer r. d. h. sie kaufen Eichenrinde zur Lohbereitung Bf.S. Swz. 2, 277.
 
 
 PfWB  RhWB Rind, Runge [Rìnt Su. NBreis. Str. Betschd.; Re Mutzig K. Z.; Ræ M.; Rùə S.; Demin. Rìl Rimbach] f. 1. Rinde, Baumrinde. Grussfrage: Han ⁱʰr Ringl gschält? Sin sⁱe saftig gsiⁿ? Antw. Ja, wie n-e Schnëckl Schnecke Rimbach. Is guet rüeʰreⁿ (s. d.)? — Ja, bi dem Rëjeⁿwëtter is d Ring ling Ingenh. Der Baum is krank an deʳ Ring Geud. Von einem mit Röteln behafteten Kinde: s is ganz lawëndi voll wi e birkeni Ring Ingenh. 2. Brotkruste NBreis. Co. K. Z. D Broschleⁿ (Brosamen) isst r, un d Ring losst r lijeⁿ, der taub Bue Ingenh. Bayer. 2, 118.

Brotrind f. Brotkruste Dunzenh. Ingenh.