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Wörterbuch der elsässischen Mundarten  
 
Backeⁿ bis Backle (Bd. 2, Sp. 24a bis 24b)
 
  Backeⁿ [Pàka, Pàkə allg.; Pl. ebenso; Demin. Paklə, –la fast allg., Pæklə Str., Pakələ (Kinderspr.) Hf.] m. 1. Wange, Backe. Backeⁿ wie Milch un Bluet Su. Z. JB. VII 193, wie (n)e Pfiffer schön rot Co. Str. K., wie s Kätzl (ingeⁿ unten K. Z.) am Buch blassgelb, kränklich Bf. Ër het e par B. wi e Bëttlmannsarsch dick und rund, er leidet keine Not Bf. Rda. Er het spitzigi Backeⁿ schmale Backen Ruf. Er bißt uf bedeⁿ B. er ißt gierig Su. Du hes, glaüw iʰ, nächte in's Bett brunzt! — Ja, mr tät's meineⁿ, iʰ ha nur eineⁿ roteⁿ Backeⁿ Ruf. ‘Min Wickele, min Wäckele, Werum hesch du ein roth Bäckele? Werum hesch du e Bäckele roth? Schämmdi, schämmdi ganz ze todt!’ Str. Stöber Volksb. 34. Derb abweisend: Jo, dem schißt mr an deⁿ B.! Dunzenh. Eiⁿm (eins) an deⁿ B. schlaujeⁿ jem. ohrfeigen K. Z. ‘Auff welche red dem Käiser die threnen über die backhen geflossen’ Petri 350. Zss. Backeⁿbein, –zaʰn. 2. Pl. die 2 Seiten eines Schraubstockes Dü. 3. Pl. Wagenbacken, die beiden Arme am Vorderwagen, zwischen denen die Deichsel steckt Horbg. U. 4. Demin. ‘wisch dyni Bäkkle-n-aa’ Pfm. I 1. ‘Marianele, mi Kind, Wie sin dini Bäckeler

[Bd. 2, Sp. 24b]
so lind’ usw. Stöber Volksb. 25. Bäckler mache-n- ⁱʰr wie-n-e Pfiffer, lustig sin ⁱʰr wie-n-e Lerich. Co. Henry 107. Übtr. die glatte Schnittfläche an den Rebenreisern, die man zur Vermehrung des Stockes am Boden abschneidet Geberschw. Schweiz. 4, 1074. F. Schwäb. 565. Bayer. 201.

Arschbackeⁿ m. Hinterbacken U. s. Arsch Seite 68. — Schweiz. 4, 1075. F. Schwäb. 328.

Blokierbackeⁿ m. Pl. Holzschrauben zum Festpressen geleimter Hölzer Steinb. b. Thann.

Diselbackeⁿ Hi., Dischelbackeⁿ Mutzig K. Z. m. Deichsel- oder Wagenbacken (s. Backeⁿ 3). — Schweiz. 4, 1067 Diechselbaggeⁿ.

 PfWB Drëckbackeⁿ m. derbes Schimpfwort Gebw.

Kinnbackeⁿ [Khempàkə Obhergh. K. Z.; Khenpàkə Co. Wh.; Khænpàkə M.; Demin. Khempakl K. Z.] m. Unterkiefer; geräucherter Schweinskinnbacken (bes. Demin.): E Kimbäckl un e Platt voll Surkrut: dis is min Lëweⁿ! Ingenh.Schweiz. 4, 1075.

Pfusbackeⁿ, Pflusbackeⁿ [Pfýspàkə Hi. Ruf. bis Str. U.; Pflýspàkə Roppenzw. Pfetterhsn.] m. Pl. 1. dicke, runde Backen, Pausbacken. 2. Mensch mit P. Logelnh. Barr. ‘bucculentus der große pfaußbacken hat’ Gol. 104. — Schweiz. 4, 1075.

pfusbackig Adj. pausbackig: e pfusbackiger Ëngl Str.Schweiz. 4, 1075.

Rotbäckle n. Pl. Apfelsorte Su. Dunzenh. Ingenh.vgl. Schweiz. 4, 1076 rotgebacket.
 
 
backeⁿ, backleⁿ [pàkə Steinbr. Blotzh.; pàklə Attenschw.] rauchen, bes. scheinbar rauchen, wenn Kinder etwas in den Mund nehmen und daran ziehen, wie an einer Pfeife. — F. Schwäb. 566. Schweiz. 4, 1105. Wohl abgekürzt aus to-backen?

Backle [Pàklə Attenschw.] m. starker Raucher.