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Wörterbuch der elsässischen Mundarten  
 
brun bis Butzeⁿbrunneⁿ (Bd. 2, Sp. 191b bis 192a)
 
  brun [prýn Eschenzw. Hi. Su. Dü. Str. Betschd. Han. Wh.; pryn Logelnh. M. K. Z.; prỳn Ndhsn.; Comp. prínər, Superl. prínt Dü.] Adj. braun. — Schweiz. 5, 647. Bayer. 356.

 PfWB  LothWB  RhWB kesteⁿbrun Adj. kastanienbraun allg., bes. von der Farbe von Pferden Dü. Str. K. Z. ‘Equus vadius kestenbrauner hengst’ Gol. 304. ‘kestenbraun’ L. Baldner 27. — Schweiz. 5, 649.

munkelebrun Adj. bestimmte braune Farbe. Das is m. wi e Affeⁿfüdle Eschenzw.Schweiz. 5, 649.

Brun [Prýn Dü. Betschd.; Pryn K. Z.; Demin. Prínlə Obhergh.; Prinl Ndhsn. Pfulgriesh. Dunzenh. Ingenh.] m. braunes Pferd, beliebter Name. — Schweiz. 5, 648.

Bräune f. eine pestartige Seuche, welche im Jahre 1517 am Oberrhein wütete Mieg 2, 11. — Schwäb. 92. Schweiz. 5, 651.

 PfWB  RhWB Halsbrüni [Hàlspríni Fisl.] f. Halsbräune, Diphtheritis.

haseⁿbrünlig [hâsəprínlik Rchw.] Adj. gelb gefärbt und braun getupft (von den reifen, der Sonne zugekehrten Beeren der Knipperle); vgl. brünzleⁿ.
 
 
Brunneⁿ [Prùnə O. W., U. nur da, wo Burneⁿ (s. d.) nicht vorkommt; Pl. Prìna, Prenə; Demin. Prìnəli Olti., Prenala Dü., Prìnl Betschd. Schleit.] m. 1. Brunnen. E verloreneʳ B. ein ausgemauertes Loch (oft ein alter Brunnen), in welchem sich das Regenwasser u. Quellwasser sammelt Obsteinbr. Bim Durchgang vom Merkur häⁿ d dummeⁿ Lüt d Brünneⁿ zuegedeckt aus Furcht, vergiftet zu werden Bf. Rda. Mr kann nit saweⁿ: B., us dir trink ich nit! wer weiß, ob man ihn nicht noch einmal braucht Lützelstn. Rathgeber 11. Rda. ‘Wasser in Prunnen schütten’ Überflüssiges tun Murner Schelmz. 65. ‘Wasser in brunnen tragen’ Geiler in Als. 1862/67, 137. ‘De diefschte Brunne ka mer üsschöpfe’ das größte Vermögen kann verschwendet werden Rathgeber 13. ‘Brunneⁿ usseⁿ ziegeⁿ’ ein Spiel aus der Kunkelstube JB. XVII 236. Ein Kindervers über die 5 Finger: Dëʳ is in dr Brunneⁿ gheit, Dëʳ het iʰⁿ ufeⁿ gschepft, Dëʳ het ⁱʰne heim treit, Dëʳ het ne ins Bett glegt, Dr kleiⁿ Spitzbue het ⁱʰne zuedeckt Ruf. 2. Demin. Quell auf dem Feld, im Wald Olti. Schleit. Zss. Brunneⁿhakeⁿ zu Seite 315 Dü. Schweiz. 5, 653. Bayer. 359.

[Bd. 2, Sp. 192a]

-brunn, -bronn in Ortsnamen: Balbronn, Drachenbronn, Morsbronn, Niederbronn, Oberbronn U.; Brunnstatt, Heimsbrunn, Nieder- u. Obersteinbrunn O. s. auch –burn.

Burneⁿbrunneⁿ m. eine reichfließende Quelle St.

Butzeⁿbrunneⁿ m. Kinderbrunnen St.Schwäb. 111.