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Wörterbuch der elsässischen Mundarten  
 
Brid bis bridereⁿ? (Bd. 2, Sp. 180b bis 181a)
 
  Brid I[Prit Obhergh.] f. viereckiges Eisen, welches die Wagenachse mit dem Achsenstock festhält. — frz. bride. Schweiz. 5, 409.

Bridel [Pretl Scherw. Dü. Kerzf.; Prìtl Mütt. Bf.; Demin. Prìtəli Heidolsh.] m. Zaum des Pferdes. Rda. E goldig Brideli macht s Pfërd nit besser Heidolsh.mhd.  Lexer brīdel, britel. Bayer. 374.

zsammeⁿbridleⁿ [tsàməprìtlə Bf.] (Pferde) zusammenkoppeln.

[Bd. 2, Sp. 181a]

ungebrittelet Adj. effrenus vel effrenatus, licet sine frenis Herrad 182. — vgl. Hess. 53 bridelen ‘zügeln’.
 
 
Brid II[Prít U.; Demin. Prítlə Ingersh., Prítl U.] 1. weibl. Vorname Brigitte, jetzt seltener als früher. 2. die Schlaufe auf der Frauenhaube vom Breuschtal bis ins Hanauerland Ingersh. Bisch. 3. ein Mädchen in ländlicher Tracht, häufig im Demin. Str. Bf. Hf. Schweiz. 5, 409.

Bureⁿbrid f., häufiger Demin. –bridel n. 1. Bauernmädchen, Elsässerin vom Lande mit der Schlaufhaube Str. 2. Schlaufhaube: d Bureⁿwiwer han Bureⁿbrideⁿ uf un d Fawriklerswiwer Süöumäjeⁿ Illk.

Latzeⁿbridel n. elsässer Frauen und Mädchen, kenntlich an der mit Bändern versehenen Haube Postd. Tieffenb. Büst Wh. Harsk. Gestʳⁿ sin e par Wäjeⁿ voll Latzeⁿ un Latzeⁿbridle durchgefaʰrⁿ Büst. Syn. Dundl Harsk.

Schikaneⁿbridel n. Mädchen, das durch Launen Schwierigkeiten bereitet Rupr.

Sideⁿbrid f. Str., gew. Demin. –el n. Bf. Str. 1. † seidenes Püppchen als Spielzeug für Mädchen. 2. übtr. verweichlichte, empfindliche, zimperliche Person. Von einem Mann: ‘Do henn si di gebritscht, du Sydebrydel, gelt’ Pfm. V 6. ‘Dü bisch e rächts Sydebrydel’ zimperliche Jungfer JB. IX 100.

Ziseⁿbridel n. verzärteltes, furchtsames Mädchen Str. ‘Du wursch doch ’s Zisebridel nit mache den Zimperlichen spielen un au mitkumme’ Schk. 394. — verderbt aus dⁱ Suse Brigitte.
 
 
bridereⁿ? davon gebridert [kəpritərt M.] Part.-Adj. runzelig.