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Wörterbuch der elsässischen Mundarten  
 
Bluem(e) bis Firstbluem (Bd. 2, Sp. 156b bis 157b)
 
  Bluem(e), Blum [Plùamə Roppenzw. Hi.; Plùəmə Hüss.; Plỳama Ndrsept; Plỳəmə Niffer; Plỳamə Attenschw.; Plỳèm Ensish.; Plỳam Su. Logelnh. NBreis. Horbg. Dü.

[Bd. 2, Sp. 157a]
Rapp. Ndhsn.; Plỳəm Su. Obhergh. Hlkr. Co. Mittl. Winzenh. Sermersh. Uttenh. Geisp. K. Z. Han.; Plyùm M.; Plŷm Str.; Plm Brum.; Plûm Betschd. Obröd. Lobs. Bühl W.; Pl. –ə; Demin. Plìamla, –lə S. O., Plìəml Hüss., Plìaml Kerzf. Scherw. Bf., Plièml Bisch. Z. Bischw., Plêml Illk. Rupr., Plîml Str. Betschd. W.; in der Kinderspr. Plímələ Mark.] f. (m. Co. Henry) 1. Blume. Über Blumenkultus im Hanauerland s. Kassel JB. XI 172 ff. 2. aufgegangene Saat eines Feldes Bischw. Man unterscheidet die erste, die zweite Bl. Dis Stück is us dr B. dieser Acker ist mit anderer Frucht bestellt, als die umliegenden Felder Lobs.; Fruchtstand [sə fətæjə ‘versteigern’ s Khoən en tə Plûm auf dem Halm Wh.] 3. Jahresertrag eines Ackers Obröd. Dis Stück git noch fünef Blumeⁿ ungmist Betschd. Wh. ‘Ihre Aecker .. tragen alle Jahr zwey, auch wohl drei Blumen, wie sie (die hiesigen Gärtner) es nennen’ Friese Nat. 8. 4. Schimmel auf dem Wein M. Z., Demin. Katzent. 5. die glänzenden Flecken auf dem Hinterteil eines wohlgenährten Pferdes Z. 6. Demin. Flecken auf dem Auge Bf. Zss. Blüemlkumpf rote Warzennase Bischw. 7. geflecktes Rind Hirzfn. Dü. Scherw. 8. (hierher?) Fischgarn Betschd. Schweiz. 5, 64. Schwäb. 79. Bayer. 327.

Ankeⁿbluem Ensish. Co. Dü. Str. U.; Demin. Hlkr. Illk. Str. f. 1. Hahnenfuß, Ranunculus acris Kirschl. 1, 18. 2. Sumpfdotterblume, Caltha palustris Co. Kirschl. 1, 23. Syn. Butterbluem U., Ankemaieⁿ O. — Schweiz. 5, 72.

Belcheⁿbluem f. so heißt im Blumental die Anemone alpina Kirschl. 1, 8. 9.

Borzellinblüemle n. Porzellanblümchen, Saxifraga hirsuta Kirschl. 1, 293. St.

 PfWB Brunzbluem Co. bis Rothb. f., meist Zss. Brunzbluemeⁿsalat gemeiner Löwenzahn, Leontodon taraxacum Kirschl. 1, 396. Aus den jungen Blättern bereitet man Salat, aus den Stielen fertigen die Kinder sogen. Häpeⁿ Seite 360, Bf., oder auch Ketten Schleit.

Buscheⁿbluém f. Bartnelke, Dianthus barbatus Z. Han.; Buschnelke Kirschl 1, 110.

Butterbluem f. Hahnenfuß, Ranunculus acer NBreis. Co. Illk. Str. Rauw.

[Bd. 2, Sp. 157b]
Die Kinder halten einander die gelbe Blüte unter das Kinn und fragen: Iß du gërn Butter? Jä! sagt man, wenn das Kinn von der Blüte gelb scheint Illk.; auch Demin. Butterblüeml Str. Kirschl. 1, 18. — Schweiz. 5, 85.

Chrisbluem [Kreplyəm Dunzenh. Ingenh.] f. schwarze Nieswurz, Helleborus niger Kirschl. 1, 25. s. auch Christwurzel. — Schweiz. 5, 81.

 PfWB  RhWB Dreifaltigkeitsblüemle n. Pl. Stiefmütterchen, Viola tricolor Co. Kerzf. K. Z. Betschd. Kirschl. 1, 85. — Schweiz. 5, 72.

 PfWB  RhWB Fëderbluem f. Federnelke, Dianthus superbus Illk.

Firstbluem [Fertplyùm M.] f. Pflanze, welche auf den Hochvogesen wächst, z. B. Gentiana lutea.