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Wörterbuch der elsässischen Mundarten  
 
Pflum(e) bis Schisspflümel (Bd. 2, Sp. 145a)
 
  Pflum(e), Plum, Pfraum, Prum [Pflýmə Roppenzw. Pfast.; Pflým Ensish. Obhergh. Su. Co. Heidolsh. Rchw.; Pflỳm Winzenh. Bisch.; Pflym Logelnh. Rapp. U.; Plym Lützelstn. Reipertsw.; Prym Büst Lohr Tieffenb. Rauw. Wh.; Prùm Lorenzen; Pl. –ə, Pfrœùmə Schleit.; Demin. Pflímla Obhergh. Su. Türkh. Logelnh., Pflíml Rchw. Str. Betschd., Pfliml K. Z., Priml W.] f. 1. Pflaume, bes. frühe, kleine Art. Mⁱr han Schnaps loˢˢn brënneⁿ us unsereⁿ Plumeⁿ Lützelstn. 2. scherzh. Priemchen Tabak Obhergh. 3. Backenstreich; Pl. Schläge. Ër hat Pflumeⁿ verwitscht Pfast. Hlkr. Einem, der Prügel bekommen hat, rufen die anderen Kinder nach: Pflumeⁿ cho! d. i. P. kommen! Rädersd. 4. kleines Kind. Du bis awer e liedrigi P.! Rapp. 5. Schnapslump; gemütliche Anrede: Du alti P.! Str. Ingw. Bayer. 450. Pfalz prumme; holl. pruim.

Blöupflümel n. kleine, blaue Pflaume zum Schnapsbrennen Betschd.

Dutterpflümle n. kleine, gelbe Pflaume Obhergh.

 PfWB  RhWB Ërn(t)epflum [Árnəpflym Hf.; Arnə- K. Ingenh.; Árntəpflým Sundho.; Demin. Èrnəpriml Rauw.] f. Pflaume, die in der Erntezeit reift. — frz. prune de Monsieur K. Z.

Herbstpflum f. Dü., Demin. –pflümle n. Obhergh. kleine in der Herbstzeit reifende Pflaume.

Kirʰweⁱʰprümle [Kheəwəprimlə Wh.] n. Pl. Spätpflaumen.

Kirscheⁿprum [Khìərəprym Rauw.] f. Kirschenpflaume.

 PfWB  RhWB Quëtsche(l)pflum [Kwatlpflym Bisch. K. Ingenh.; Kwètaprym Rauw. Wh.] f. große Pflaume.

 PfWB  RhWB Rosspflum f. Eierpflaume Obhergh. Heidolsh. Bf. D Rosspflumeⁿ sin großi gëli Pflumeⁿ Heidolsh.

Söupflum f. = Schisspflum Avolsh.

 PfWB  RhWB Schisspflümel n. kleine, blaue Pflaume, deren Fleisch sich sehr schwer vom Stein löst Dunzenh. Ingenh. Z. Vgl. Damëllele.