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Wörterbuch der elsässischen Mundarten  
 
Butz bis förchbutzig (Bd. 2, Sp. 128a bis 129a)
 
  Butz IIm. 1. Larve, verlarvtes Gesicht, Popanz St. ‘Als uns ‘bis’ har ettlich grosse personen ... mit butzen uf diese heiligen tage geloffen sint’ Str. 1456 Brucker 149.

[Bd. 2, Sp. 128b]
‘in butzen wise loufen’ ebd. 2. Schreckgestalt, Vogelscheuche allg. außer K. u. teilw. Z. D Spatzeⁿ schisseⁿ dⁱr uf dr B. machen sich nichts daraus Lobs. Zu einem zerlumpten Menschen: Dich könnt mr für e B. ins Fëld stelleⁿ Ingw. Ndrröd. ‘So ists ein butz, gemacht vsz stro’ Murner Mühle 243. ‘Wnscht ich so mr den rechten butz’ Fisch. Prakt. 32. — vgl. Schweiz. 4, 1999. Schwäb. 110. Bayer. 316.

Fasnachtbutz m. Vermummter in der Fastnachtzeit: ‘So stadt sie wie ein fasznacht butz’ Murner Mühle 657. — Schweiz. 4, 2008.

Förcht(e)butz Sier. Lützelstn., Förchbutz Hattst. Geberschw. Hlkr. Hag., Förichbutz Ingersh. Dü. Rapp. Bebelnh. Hag. Lobs., Förchtebutz Str. Bühl, Förchtibutz Pfetterhsn. Niffer Wittenh. Ruf. Obhergh. Orschw. Osenb. (gelegentl. auch f.) Su. Rothb., [Fêχtipùts Schlierb.], Föchtebutz K. Z., Föchtibutz Roppenzw. Hi. Heidw. Strüth Mittl.; Förchtebutzel Illk. Str., Förichbutzel Bebelnh., Föʳchbutzel Bf.; Förch(t)burzel Str.; [Fêχtpùtsə M.] (s. die Ausspr. von förchteⁿ Seite 140) m. Hasenfuß, furchtsamer Mensch. Du F., dass de bis, du wirs noch emol am hëlleⁿ Ta gstoʰlⁿ! Lützelstn. ‘Der Lizeziat, der Ferchdebutz, Der Starkhans un sin Frau’ Pick Büch. 31. ‘Férchdebutz’ St. Mäder. In Sprache und Sittenbildern geschildert von Adam Mäder ... hg. v. Aug. Stöber, Mülhausen 1876. 78. ’Halt ïr fäärchtipuzä! I bï io bii n i doo’ Landsman Lied. 42. — Schweiz. 4, 2008.

†‘Hanfbutz m. Vogelscheuche im Hanfacker Frey 10. — Schweiz. 4, 2000.

Kärnerbutz m. Knochenhauspopanz. ‘beraffeler und aberwitziger kärnerbuz’ Fisch. Ehez. 311, 11 (Q 1).

Nidebutz m. neidischer, zorniger Mensch Stöber Mäder 103.

Pfingstbutz m. = Pfingstesel Seite 74, vermummte Pfingstgestalt, Knabe mit Weiden umflochten Roppenh. Sufflenh. JB. II 186.

Schüʰbutz m. Vogelscheuche auf dem Acker oder auf Bäumen. ‘Wie ein schübutz vff dem landt’ Murner Mühle 658. 241.

Schürtigbutz m. Mensch, der alle niederen Arbeiten verrichten muß Bf.

Tennibutz [Tènipùts Liebsd.] m. 1. zugespitzter Holzstab aus dem Kinne-Spiel; 2. dieses Spiel selbst: Chumm, mⁱr wëillen geʰⁿ T. macheⁿ! — zu (lawn)tennis?

[Bd. 2, Sp. 129a]

förchbutzig Adj. furchtsam. Hattst. Logelnh. Co. Horbg. Dü. Vergelster das Kind nit so, s wurd sunst gar f.! Horbg.