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Wörterbuch der elsässischen Mundarten  
 
bitzleⁿ bis Schwarzbutz (Bd. 2, Sp. 127b bis 128a)
 
  bitzleⁿ II[petslə Kerzf. Barr Bischh. K. Z.; pìtslə Rothb.] klein zerschneiden. — Schweiz. 4, 1993. Bayer. 316, wo von bützeln abgeleitet.

 PfWB ʰerum bitzleⁿ herumschnitzeln. Am e Stëckl e. b. Bisch. Hag.

verbitzleⁿ zerschneiden. Wër het dis Papir verbitzlt, wo uf em Bodeⁿ lijt? Dër hebt s aüʰ uf! Barr. — Schweiz. 4, 1993.
 
 
Biez [Pîts Str.] f. tüchtige Arbeit. Er steckt in dr B. — aus Buez Schweiz. 4, 2030.

biezeⁿ [pìatsa Illk.; pîtsə Str.] 1. intr. tüchtig arbeiten. Ich hab deⁿ ganzeⁿ Ta ze b. ghet, fur mini Arweit ferti ze macheⁿ Str. 2. refl. sich placken: ‘For uns ze bietze un sich abzemüeje’ Kettner GvH. 99. — vgl. Schweiz. 4, 2030 büezeⁿ. Eifel bietzen flicken.

zsämmeⁿ b. [tsaməpiètsə Mü.] zusammenflicken, einen Riss im Kleide zunähen, mit einem Flicken bedecken. ‘Do isch ’s (s Misle) zuem Schuehmächerle gange un hat em g'sait, er soll em ’s Bichle zämme bièze’ Stöber Mäder 18.
 
 
Botz, Potz, Butz [Pots Su. M. Heidolsh. Bf. Str.; Pots u. Phots Dü.; Phòts Co. Hf.; Pùts K. Ingenh.] 1. Ausruf des Erstaunens. P., was Hüeʰner! P. was kummt do! Dü. B. noch emol! Heidolsh. 2. Fluchwort stets vor anderen Subst., z. B. P. Herrgott Sackermënt, P. Blitz, P. Ratteⁿgift, Dunder, Herrschaft, Nundedjö, tausig, Nundebuckel, P. Himmel an dr Bettlad! Hf. B. Dunder un s Küechlwëtter! Bf.

[Bd. 2, Sp. 128a]
‘Poz Hüenerwätter!’ Co. Pfm. II 6. P. Heideⁿpestilorënz, Mutzeⁿkamisolsack! B. Mord! Str. In der ält. Spr. ‘botz lung!’ statt Gottes Lunge Geiler H. K. 87; Narr. 87. ‘Botz tauben Ast!’ Wickram Roll. 20, 19. ‘Botz tausendt Rasperment!’ Geiler; auch Mü. Malefiz-Ger. 26. Juni 1590. ‘Summer botz Schrunden!’ Zwinger. Mü. Bürgerunruhen 1586 Msc.; dafür ‘sammer botz lungen!’ bei Geiler. Verslein für neugierige Kinder: B. Blitz! d Mamme kocht Schnitz. Iʰ guck ere ins Häfele, Si schlat mⁱr eins uf s Näsele; B. Blitz! d Mamme kocht Schnitz Str. Auch subst.: Ein Bauer goß sein Glas immer bis an den Rand voll und rief dann stets: Butz! Da sagte einmal der Knecht, dessen Glas er nur zu drei Vierteln füllte: Bur, gë mⁱr auʰ Butz! Dunzenh. Glimpfwort für Gotts-: Schweiz. 4, 1996. Bayer. 416.
 
 
bozeⁿ [pôtsa Illz.; pôtsə Ingw.] einen Schlag versetzen. Dëm han iʰ ein bozt! Illz. Der is gebozt (geprügelt) woreⁿ! Ingw.
 
 
Botzki [Pùtski, Potski Str.] n. Podagra. — vgl. Schweiz. 4, 2038 Botzgi ‘Poltergeist’?
 
 
Butz I[Pùts Su. Logelnh. Horbg. Bf. Bisch. K. Z. Betschd. Ndrröd.] m. 1. Flugbrand, Rostkrankheit des Weizens u. Roggens, Uredo segetum. Hert B. nennt man die schwarzen harten Körner, weich B. die sich zu Staub zerreiben lassen Su. Logelnh. Beim Weinbau: ‘der B. verzehrt das meiste in der au’ Billing Colm. Chron. JB. XIX 147. Zss. Butzaʰr Geud., –weißeⁿ brandiger Weizen Bf. 2. schlechtes Getreide, mit Unkrautsamen, Steinchen usw. vermischt: e Stumpeⁿ B. Illk. Vgl. auch Butz unter butzeⁿ. — Schweiz. 4, 2005 (5. Getreidebrand).

Schwarzbutz m. Flugbrand, Krankheit der Trauben, die dabei schwarz werden Geberschw.