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Wörterbuch der elsässischen Mundarten  
 
murmleⁿ bis ermürsen (Bd. 1, Sp. 712b bis 713a)
 
  PfWB  RhWB murmleⁿ, murwleⁿ [mùrmlə K. Z.; mùrwlə Geud.] murren, brummen, im Unwillen halblaut erwidern; überh. halblaut reden M. ‘auss verwunderung zu murmlen anhuben’ Mosch. I 660. ‘murmelte vnd brumlete’ Mosch. II 441. — Schweiz. 4, 418.

 PfWB  RhWB Gemurwel n. Gemurmel Geud.

Murwler m. mürrischer Mensch Rauw.
 
 
Mersi Ausdruck des Dankes allg. M. sageⁿ sich bedanken. Wenn einer etwas Geborgtes, z. B. einen Bohrer, zurückbringt, ohne ihn gebraucht zu haben, sagt er etwa spasshaft: M. für deⁿ Boʰrer, wënn r schoⁿ nix ghaüeⁿ het Su. Ich sa vilmol M. Str. M. aüʰ für d Kommission!

[Bd. 1, Sp. 713a]
Illk. Jetz sāu iʰ auʰ M., wënn's schuns nix kostt sagt einer, der kein Trinkgeld ausgeben will Z. Han. JB. XI 145; XII 115 ff. — frz. merci.
 
 
Mercykrieg m.: ‘s geht zu wie im M.’ ist eine noch jetzt (1820) unter Mägden bei Kinderlärm übliche Redensart Graf Gesch. d. St. Mü. II 296. Der bairische General Mercy lagerte 1636 vor Mülhausen.
 
 
Mürsel ‘Mirsel Mörsel’ Mü. St. Mäder. In Sprache und Sittenbildern geschildert von Adam Mäder ... hg. v. Aug. Stöber, Mülhausen 1876.. ‘Mörsel’ Dasyp.Schweiz. 4, 422. Bayer. 1, 1654.

Mürschel, Mörschel [Mìrl Steinb. Geisp.; Merl Illk.; Mèrl Ndrröd. Osenb.] m. 1. Mörser Steinb. Ndrröd. Osenb. 2. grosser Hammer, mit dem man Keile eintreibt Geisp. 3. schwere Holzaxt mit keilartiger, schmaler Schneide. s. auch Merling.

mörschleⁿ [merlə M.] im Mörser zerstossen, zermalmen.

vermörschleⁿ dass. M.
 
 
Mürsele [Mersələ Bebelnh.] n. kleines Stückchen — mhd.  Lexer morsël, mursël. Bayer. 1, 1654.

ermürsen zerschlagen, zertrümmern, verheeren St.Schweiz. 4, 426. Bayer. 1, 1654.