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Murkeⁿ bis Chriskindlsmärk (Bd. 1, Sp. 709b bis 710b) | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
Murkeⁿ Brotmurkeⁿ Känstermurkeⁿ Steinmurkeⁿ Murket murkeⁿ abmurxeⁿ murkig Märkt Abeⁿdmärk Chriskindlsmärk Bireⁿmärk Dreiwibermärk Ërdäpfelmärk Fërelmärk Fischmärk Gänsmärk Gartnersmärk Grümpelmärk Gschirrmärk Häfelemärk Hertenmerckt Jaʰrmärk Käthrineⁿmärk Lumpeⁿmärk Rossmärk Schnëcklemärt Söumärk Stendelmarckt Stümplmärk Trockeⁿmärk Viʰmärk(t) Wibermärt Winmärk Wocheⁿmärk Zʷiwelmärk Märtete märteⁿ (ʰr)abmärteⁿ Merling Marmel Marwel Warmel marmeliert gemarwelt marwlig Marmottel marmottleⁿ murmleⁿ murwleⁿ Gemurwel Murwler Mersi Mercykrieg Mürsel Mürschel mörschleⁿ vermörschleⁿ Mürsele ermürsen vermürsleⁿ zermürsen Marsch Laträtmarsch Marsch(r)utt ma(r)schiereⁿ Märsche I Märsche II Märschi vermarschandeⁿ mirschleⁿ morsch Marter Martel Arschmarter marteln abmärtereⁿ Märterer Martin Martini Bennemärtel Brilleⁿmartiⁿ Grässmärtel Langmartiⁿ Schammertengi Stiermarteⁿ Martine Mörtel Martsche Marx murxeⁿ marzialisch März(eⁿ) märzeⁿ Märzebille Morz I Morzete morzig Morz II Murz | Brotmurkeⁿ K. Z., Demin. murikl Scherw. = Murkeⁿ 1. Känstermurkeⁿ m. 1. trockenes Stück Brot, das im Wandschrank liegen geblieben ist. 2. übtr. alte Jungfer, sitzen gebliebene Jungfer Str. ‘Meinsch du, min Emma derf e Känstermurke wäre For uff de Druckemärk?’ Kettner Mais. 77. ‘Känsterle-Murken übrig gebliebener Brocken; hässliche alte Jungfer’ Klein. Steinmurkeⁿ, s. Murkeⁿ 3. Murket [Mùrìkət Schlettst.] f. Speise von Murkeⁿ 1. ‘Mir in der Kornhall (sin) mit alter Muriget gschpeist wore’ Schlettst. Zeit. 14. Sept. 1897. murkeⁿ, murxeⁿ [mùrkə Ruf. M. Dü.; mùrikə Horbg. Ingersh. Dü. Mütt. Kerzf.; morksə Lutterb.; mùrksə Barr Illk. Str.; mùriksə Str. Rothb.] 1. trockenes Brot essen Ruf., hinunterwürgen Horbg., nagen, kauen M.; zwischen den Mahlzeiten essen und sich so die Esslust verderben Ingersh. Dü.; beim Essen von fester Speise den Mund so voll stopfen, dass man fast nicht [Bd. 1, Sp. 710a] abmurxeⁿ [àpmùrksə Katzent. Illk.; âmùriksə Hf.] 1. töten mit einem Messer Illk., auch vom Selbstmord gebräuchlich Hf. 2. (ein Stück Brot) unordentlich abschneiden Katzent. — vgl. Schweiz. 4, 431. murkig [mùrkeχ Wh.] Adj. sehr trocken, bröckelicht, vom Erdboden, Holz u. s. w. Syn. mollig. Wonn dr Grund ze trockeⁿ is, brockt r sich (oder ist er) m., un wonn r ze nass is, schnidt r sich wi e Dileⁿ. [Bd. 1, Sp. 710b] Abeⁿdmärk [Ówə(s)mærik Str.; Nûmarik, wobei das vorgeschlagene N als Rest des best. Art. im Acc. aufzufassen ist K. Z.; Ówəmarik Brum. Geud. Betschd.; Ówətmarik Lobs. Bühl Han., –márik Rothb.; †Ôwətmǽrk Lohr Büst] m. 1. grösserer, freier Platz urspr. im Dorfe vor der Laube, jetzt vor dem Dorfe, wo an den Sonntagabenden die männliche u. weibliche Jugend über 16 Jahren zu allerhand Spiel und Kurzweil zusammenkommt; 2. diese Zusammenkunft selbst; zu gleicher Zeit halten die Alten gruppenweise A. vor den einzelnen Hofthoren Z. Han. JB. XI 156. Rathgeber ‘Die Grafschaft Hanau-Lichtenberg 167. s. auch Rinkeⁿschläpplis. ‘Actum d. 4. Aprilis 1741. Es wurde hier geredet von denen gottlosen bey hiesiger Burger-Laube gewöhnlichen Abendmärkten derer jungen Leute beederley Geschlechts, dass solche, wo immer möglich, abgestellet werden’ Pfarrarchiv von Mittelhsn. Chriskindlsmärk m. Weihnachtsmesse, auf der Tannenbäume, Christbaumschmuck und Spielwaren feil gehalten werden; ein Hauptanziehungspunkt für jung und alt aus Stadt und Land Str. s. die drei Gedichte über den C. von C. F. Hartmann Schk. 89 ff.
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