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Morgeⁿ bis Süessmark (Bd. 1, Sp. 707b bis 709a) | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
Morgeⁿ morn(e) übermorn mornderig morgig Morgeⁿ Mark March Habermark Hammelemark Rückgrateⁿmark Süessmark Mark Marketëndereⁿ markiereⁿ merkeⁿ Gemerck Murkeⁿ Brotmurkeⁿ Känstermurkeⁿ Steinmurkeⁿ Murket murkeⁿ abmurxeⁿ murkig Märkt Abeⁿdmärk Chriskindlsmärk Bireⁿmärk Dreiwibermärk Ërdäpfelmärk Fërelmärk Fischmärk Gänsmärk Gartnersmärk Grümpelmärk Gschirrmärk Häfelemärk Hertenmerckt Jaʰrmärk Käthrineⁿmärk Lumpeⁿmärk Rossmärk Schnëcklemärt Söumärk Stendelmarckt Stümplmärk Trockeⁿmärk Viʰmärk(t) Wibermärt Winmärk Wocheⁿmärk Zʷiwelmärk Märtete märteⁿ (ʰr)abmärteⁿ Merling Marmel Marwel Warmel marmeliert gemarwelt marwlig Marmottel marmottleⁿ murmleⁿ murwleⁿ Gemurwel Murwler Mersi Mercykrieg Mürsel Mürschel mörschleⁿ vermörschleⁿ Mürsele ermürsen vermürsleⁿ zermürsen Marsch Laträtmarsch Marsch(r)utt ma(r)schiereⁿ Märsche I Märsche II Märschi vermarschandeⁿ mirschleⁿ morsch Marter Martel Arschmarter marteln abmärtereⁿ Märterer Martin Martini Bennemärtel Brilleⁿmartiⁿ Grässmärtel | [Bd. 1, Sp. 708a] PfWB LothWB RhWB morn(e), morm, morgeⁿ [môrn Fisl. Pfetterhsn. Sier. Mü. Ingersh. Winzenh.; mòrn Lutterb. Bitschw. Su. Geberschw. Logelnh. Co. Dü. Bf. Osthsn. Barr Illk. Hf. Roppenh.; morn M.; mòrən Co.; mùrnə Obbruck; mòrnə Steinb. Hf. Z. Dunzenh.; môrnə Mü.; mòrjə Str. Brum. Buchsw. Hagenau Wörth Betschd. Lützelstn. Lohr; màrjə Ndrlauterb. Büst; mòrm Bisch. Mutzig Geisp. K. Säsolsh. Furchhsn. Ingenh. Dunzenh. Gimbrett; môrm Kindw.; mòr Geud.; mòn in nachlässiger Rede Hf.] Adv. morgen. Jo, kumm morn dureʰ kurze Abweisung Sier. Bitschw. Su. Geberschw. De chunns morn dureʰ un brings mⁱr für e Su gester mit Fisl., ähnl. Co. In gleicher Bed. Ja, m. bacheⁿ mⁱr Illk. Str., oder noch kürzer Ja, morjeⁿ! Str. Kumms m. durich, wënn d Stroi (Stroh) in deⁿ Hülschueʰⁿ [Helya Holzschuhen] hes Dü. Kumm iʰ hüt nit, kumm iʰ m. spottend oder scheltend zu einem, der langsam arbeitet, geht u. s. w. Ruf. Dü. Str. U. Gigl, Gigl ratze, morm kummeⁿ d Spatzeⁿ, üwrmorm d Finkeⁿ u. s. w. Kinderreim aus Dunzenh. JB. XII 114. Brüederle, morm git's Kuttleⁿ! sagt jem. in Voraussicht auf ein angenehmes Ereignis Dunzenh. Allez, allez (frz.), mach Firoweⁿ, morn is widr e Tag, wo nix draⁿ gmacht is! Ruf. ‘morn’ Chron. Altswert 49, 15. Hochz. ‘wie sie morn wolten liegen’ lügen Brant Narr. Vorr. 100. ‘morn’ Geiler Bilg. 196. Dasyp. ‘morn’ Hochz. 1687. ‘Gehn mer uf Ekkelse morn?’ Pfm. I 6. Morne Morgeⁿ Liebsd. Hlkr., morn am Morgeⁿ Geberschw., morn deⁿ Morgeⁿ Steinb., moʳn deⁿ Morjeⁿ Co., morne Morjeⁿ und morn deⁿ Morjeⁿ M. Mütt., morne Morjeⁿ Ingersh. [Bd. 1, Sp. 708b] PfWB LothWB RhWB übermorn, übermorm, übermorgeⁿ [ìwərmòrn Mü.; ewərmòrm K. Z.; ewərmòrjə Str. Betschd. Lohr; iwəmòəjə Wh.] Adv. übermorgen. s. Fink I Seite 122. ‘Bis iwermorn bisch wieder do’ Mü. JB. II 172. — Schweiz. 4, 420. mornderig [mòrntərik Geberschw.; môrntrik Horbg.; mòrntrik Mütt.; mòntərik Bf.] 1. Adj. auf morgen fallend. Dr m. Taj Horbg. M. Mütt. E morndrigi Arwet Geberschw. Mornderigs am folgenden Morgen Mü. Geberschw. ‘mornderig crastinus’ Dasyp. 2. Adv. des andern Morgens ‘mornderigs’ Petri 266. ‘mornderigen tags’ ders. 347. — Schweiz. 4, 420. Schwäb. 372. 390 mondrigs. morgig, † mornig [môrkik Liebsd.; mòrkik Katzent.] Adj. morgig, von morgen. Wenn de d morgige Zitiⁿg glëseⁿ hes, brings mⁱr sⁱe Liebsd. Morgigi Milich Milch vom Vormittag Katzent. ‘du bist des mornigen tags kein herr’ Fisch. Garg. 142. — Schweiz. 4, 404. Schwäb. 390. Morgeⁿ IIm. Mass für Bodenflächen, welches nach den einzelnen Gegenden verschieden ist, z. B. 30 a NBreis., 26 bis 35 a Dü., 32 a Ndrlauterb., 7 a Tieffenb. Im Han. findet sich dieses Mass vielfach in den General-Banns-Renovations-Protokollen aus der 2. Hälfte des 17. Jh. Bei Einführung des frz. Feldmasses, 1721, fängt M. an zu verschwinden Hf. Drei halwi M. sin e Irt Dü. Demin. Mörjele [Mèrjələ]: e klein halb M. Dü. [Bd. 1, Sp. 709a] Habermark m. gemeiner Wiesenbocksbart, Tragopogon pratensis Kirschl. 1, 430. H. macht d Bueweⁿ stark; Ägerling macht d Maidle gring Banzenh. Der Stengel wird von Kindern gegessen Osenb. Bf. Molsh. H. macht d Bueweⁿ stark, Gänsedrëck macht d Maidle nëtt sagen die Knaben in Obhergh. NBreis. — Schweiz. 4, 393. Bayer. 1, 1034. DWB DWB. 4, 84. Hammelemark n. Bed. wie Habermark Mittl. Rückgrateⁿmark n. Rückenmark. Süessmark Wiesenbocksbart, Tragopogon pratensis Ruf. Co.
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