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Wörterbuch der elsässischen Mundarten  
 
Mëʰl bis Schwarzmëʰl (Bd. 1, Sp. 668b bis 669a)
 
  PfWB  LothWB  RhWB Mëʰl [Mál fast allg., Mǽl Str. W.] n. Mehl. Dis is besser (mⁱr liewer Ingw.) aˡs eps voⁿ M. Ingenh. Ah, so eps vuⁿ M.! ah, so was Dü. So eppes vuⁿ M. un doch keⁱⁿ Pflütteⁿ = so ist's recht Su. s is bös M. an deⁿ Knöpfler Dü., Knöpfleⁿ Barr Ingw. = die Sache steht schlimm Str. JB. IX 100. [Wæn s Míslə fol e, e s Mál petr M.] JB. II 168. In einen Mehlsack schlüpfen' gilt als Hausmittel gegen allgemeinen Hautausschlag Hf. Zss. Mëʰlbrief, –dotsch, –wisch. — Schweiz. 4, 217. Bayer. 1, 1587.

[Bd. 1, Sp. 669a]

Ammelemëʰl n. Stärkemehl Heidw. StrüthObbruck Mü., Zuckermehl Steinbr. ‘Ammelmel Amylum’ Dasyp. s. Amlung. — Schweiz. 4, 218. Schwäb. 20.

Blaümëʰl [Plâimál Su.; Plòimál Logelnh. M.] n. Mehl oder Pulver von Indigoblau zum Färben der Wäsche. In Str. hat man Blaukugeln, auf dem K. und im Z. Blauwasser.

Bollmëʰl n. geringere Sorte Mehl, zweite Qualität, Gemisch aus Weizen- und Roggenmehl, schwarzes Mehl, Gerstenmehl, Pollmehl Roppenzw. Su. Mittl. K. Z. Rothb. Wörth. Vgl. auch Bollbrot.  DWB DWB. II 233. Bayer. 2, 386. ‘Item so sol man die müle mit bollemele füllen’ Str. 1452 Brucker 379. — Schweiz. 4, 221.

 PfWB  RhWB Brotmëʰl n. Mehl, aus dem gewöhnliches Hausbrot gebacken wird K. Z. Wh.

Hexeⁿmëʰl n. Bärlappsame, Pulvis lycopodia der Pharmakopöe Hf.Schweiz. 4, 219.

Molzermëʰl n. Mischung aus schwarzem und weissem Mehl Wh.

Rotmëʰl n. grobes Mehl mit Kleie vermischt, für Schweine Bisch. K. Z.

 PfWB  RhWB Sägmëʰl n. Sägemehl, Sägespäne Wittenh. Su. Str. K. Z.; Nbf. Säjmëʰlet f. Hf.Schweiz. 4, 222.

Schlichtmëʰl n. Mehl, aus welchem der Weber die Schlichte bereitet U., und welches in einigen Gegenden noch ausser dem Weberlohn gegeben wird Bf.

Schwarzmëʰl n. Roggenmehl Rapp.