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Wörterbuch der elsässischen Mundarten  
 
Krapp bis Krüppel (Bd. 1, Sp. 521b bis 522a)
 
  Krapp [Kràp fast allg.; Pl. –ə] Syn. Ramm K. Z.; m. S., sonst f. 1. Kolkrabe, Corvus corax. Schwarz wie e K. D Krappeⁿ brüeleⁿ, s git Schnee Str. Dëʳ kaⁿⁿt singeⁿ wie e K. pfiffeⁿ (hässlich) Su. Er is druf wie e K. uf e Keib er hat es rasch weggenommen Barr. ‘E Zysel isch ken Krabb, die Faxe nuzze nix’ Pfm. I 5. 2. Mädchen mit schwarzen Haaren Osenb.; schmutziges, sich herumtreibendes Mädchen Str. 3. junges, bes. uneheliches Kind Banzenh. Steinbr. Steinb. Co. Bisch. 4. gabelförmiges, eisernes Werkzeug des Küfers um die Fassdauben auseinander zu ziehn Hi. 5. beliebter Spitzname. — Schweiz. 3, 841.

 PfWB Nachtkrapp [Nàχtkràp Dü. Uttenh. Bf.; Nâχtkràp Str. Bühl; Nàχkràp Ndrröd.] m. (Str. f.) Nachtgespenst, womit man abends die Kinder von der Strasse abhält oder fortjagt: Wënn d Nachtglock lüt, müeˢˢn d Kinder heim, suns holt sⁱe dr N. Man ruft ihnen auch zu: Geʰn iʰr heim, iʰr Nachtkrappeⁿ!
 
 
krappeⁿ [kràpə Ingersh.] kratzen.
 
 
Krapo, Krepaü [Krapo Mütt. Str.; Krèpài Meis.] m. Knirps. Schimpfname für die franz. sprechenden: du wälscheʳ K.! — frz. crapaud Kröte.

Krapärel [Kràpêrl Mütt.] n. Wicht.
 
 
Krapul [Kràpỳl Str.] n. schlechtes Volk. — frz. crapule.

krapleⁿ, kropleⁿ s. grapleⁿ Seite 279.

krepiereⁿ s. grepiereⁿ Seite 279. — Bayer. 1, 1378.
 
 
kroplich [krôplìχ Lobs.] Adj. hart gebackenes, das beim Essen kracht.

[Bd. 1, Sp. 522a]

 
  Krup [Kryp Hi. Ruf. Logelnh. Co. Mittl. Scherw. Str. Hf. Lohr] f. Halsbräune, Diphtherie. — frz. croup.
 
 
Krüppel [Krìpl, Krepl allg.] m. 1. verkrüppelter Mensch; krummer Baum; Rda. anhalteⁿ wie e K. am Wëj Hf. 2. Schimpfwort gegen kleine Leute, auch Kinder und kleines Vieh: elënder K. (bes. unter Schuljungen üblich). ‘du duppel kruppel stulzer zwerg’ Geiler Narr. 81(2)a. — Schweiz. 3, 842. Bayer. 1, 1379. Hess. 227 Kroepel. Westerw.

Demin.