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Wörterbuch der elsässischen Mundarten  
 
Kutt I bis Kütteleⁿs (Bd. 1, Sp. 481a bis 481b)
 
  PfWB  LothWB  RhWB Kutt I [Khyt U. W.; Khàùt Ndrröd.; Khœyt Schleit.; Pl. –ə] f. Grube, Vertiefung, Loch bes. um Kartoffeln, Bohnen, Hopfen u. s. w. zu setzen oder Rüben u. s. w. auf freiem Felde oder im Garten zusammen einzugraben; Lager eines Hasen; e K. am (im) Bett eine Lagervertiefung

[Bd. 1, Sp. 481b]
im Bett; im Stroʰ Lagerplatz eines Tieres auf dem Stroh Z. Demin. Küttel(e) [Khitələ Str. Wh.; Khitl K. Z.; Khæitl Ndrröd. Schleit.] n. 1. Grübchen in den Backen: zei mⁱr din K.! sagt man den kleinen Kindern, um sie zum Lachen zu bringen.2. Podex (Kinderspr.) ‘Kutt Grube Loch; Küttele’ Klein.Schweiz. 3, 572. Hess. 195.

Boʰneⁿkutt f. Loch zum Bohnensetzen Wh.

Ërdäpfelkutt Mutzig, Grumbereⁿkutt Ruprechtsau K. Z. f. Grube zum Kartoffeleinlegen.

Fuesskutt f. Vertiefung im Fussboden, in welcher der Weber »tritt« = Schëmelkutt Hf. Han.

Hërzküttel n. Herzgrube Bf. K. Z.

Mistkutt f. Mistgrube Z. Han. Wh.

Nëʰmeⁿkutt f. Loch beim Knöpflisspiel: wer seine Spielkugel hineinwirft, darf einen Knopf nehmen; Gegensatz Setzküttel: wer hierher trifft, hat einen Knopf zu zahlen Lobs.

Ofeⁿkutt f. Stelle in der Küche vor dem Feuerloch des Stubenofens und der Feueröffnung des Herdes K. Z.; Raum zwischen Herd und Wand, wo Holz und Kohlen liegen Rothb.

Quetschkutt [Kwêtkhyt Wh.] f. auf drei Seiten gemauerte Grube ausserhalb des Dorfes, über der, nachdem Feuer darin angezündet worden, Hanf oder Flachs erhitzt und gedörrt wird zum Brechen.

kutteⁿ [khytə Meis.] Löcher machen um Bäumchen zu setzen.

 PfWB Kütteleⁿs, Küttelballeⁿs Gen. des Inf. K. spieleⁿ Ball- und Kugelspiel der Knaben, wobei jeder den Ball in das Loch des Andern zu bringen sucht. Auch Werfen mit Bohnen Str. Hf.; auch Kutteⁿballeⁿs [Khytəpàləs] Dunzenh.