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Jaʰr bis Schalkjaʰr (Bd. 1, Sp. 409a bis 410a) | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
Jaʰr Beschörjor Fëʰljaʰr Früeʰjaʰr Geratjaʰr Gumpeljaʰr Gutjaʰr Kalberjaʰr Neüjaʰr neüjaʰrleⁿ Schalkjaʰr Spatjaʰr Wunnjaʰr jäʰreⁿ jäʰrig ei(n)jäʰrig sibeⁿjäʰrig vormjäʰrig Jäʰrling järeⁿ durch järeⁿ verjäreⁿ Jere Jerum Jordan Jörg Herrjörg Lureⁿjöri (Jass Klapperjass verklapperjass(er)eⁿ jasseⁿ jäseⁿ jësseⁿ jatzeⁿ Jësser Jeses Jesus Jesuwiter jeiseⁿ Jeisi jeisleⁿ Josafat Josep Jüserle jascheⁿ Jast jästig jäst jästeⁿ Jäster Jësterei Gejäst(s) erjästeⁿ verjästeⁿ jästleⁿ jist jüst just justemënt Jät jäteⁿ ab jäteⁿ ʰera durʰ jäteⁿ uf jäteⁿ verjäteⁿ zsammeⁿ Gjät Jäter Dreisesterjäter Jäx Jux jetz jetze(r) jetzert(e) jetzig kaüeⁿ Kueʰ Bäterschkülisch Heimkueʰ Hirzeⁿkueʰ Judeⁿküeʰjel Kälberkueʰ Meisterkueʰ Michaelikueʰ Milchkueʰ Teüfelskueʰ kuejeⁿ Küejer küejeleⁿ Kabes Kabet Kabinet Kabinetli Keib Dispetierkeib Frëchkeib Frësskeib Hundskeib | [Bd. 1, Sp. 409b] †Beschörjor Stufenjahr, annus climacterius: ‘und disze was ein witwe bis zu 84 ioren. Sie was übergangen fünf beschörior, 21 jor oder dry mol siben das ist ein beschörior’ Geiler P. I 13 (zu Luc. 11). — von bescheren zuteilen, was besonders von Gottes Schickungen gebraucht wird. Von 7 zu 7 Jahren nahm man im MA. Frommann, Nürnberg (später Nördlingen) I—VI 1854—59; VII Halle 1877. erhebliche Körperveränderung an. PfWB Fëʰljaʰr n. Missernte: s is halt e F. Wenn jemand behauptet, etwas sei nicht gut oder nicht gut gemacht, antwortet man: s is guet for e F. Su. U. — Schweiz. 3, 58. PfWB LothWB RhWB Früeʰjaʰr n. Frühling, Frühjahr allg. Geratjaʰr n. fruchtbares Jahr (wird auch auf einzelne Zweige der Landwirtschaft beschränkt). All G. eⁱⁿmol sehr selten: iʰ gang all G. emol uf Basel Hi. †Gumpeljaʰr n. Fehljahr (in einem alten Register von Hunaweier) St. [Bd. 1, Sp. 410a] †Gutjaʰr n. Neujahrswunsch, Neujahrsgeschenk: ‘Am neuen Jahr sollen keine Kinder mehr in die Häuser geschickt werden das gut Jahr zu holen’ Mandat 1681 Mü. Stöber Mäder. ‘darum wöllen wir sie ein guts Jar lassen haben’ sie laufen lassen Fisch. Bin. 171. — Schweiz. 3, 58. DWB DWB. IV 2, 2233. Kalberjaʰr [‘Xàlpərjór Fisl.] n. Pl. Jünglingsalter: in deⁿ Kalberjoʰreⁿ. PfWB LothWB RhWB Neüjaʰr [Nèijór Co. Rapp. Str.; Næijór Su.; Nøyjûr K. Z.; Nèijôr Lohr] n. 1. das neue Jahr: s N. wünscheⁿ Glück zum neuen Jahr wünschen. Formel: Iʰ wünsch i (euch) e glücksëligs neis J. un alles was ⁱʰr i sëlbst wünscheⁿ; oder Mⁱr wünschen i e glücklichs N., vil Kraft un Gsundheit un e langs Lëweⁿ! (oder so lang aˡs iʰr lëweⁿ). Antwort: mⁱr wünschen i auʰ so vil un alles, was iʰr i sëlwer wünscheⁿ Z. Iʰ wünsch üch ë glückhaftigs neü Joʰr, gëw üch Gott! Antw.: Merci, mⁱr wünsche-n-üch oʰ so vil! Ballersd. Iʰ wünsch n-üʰ e glückligs N. Un wënn ⁱʰr mⁱr e Weckeⁿ gën, is s woʰr; Gën ⁱʰr mⁱr keⁱner, se is e kurzi Lung Was iʰ nüʰ wünsch, un e langi Zung Rapp. JB. VII 166. Iʰ wünsch dⁱr e glückligs N., E Bëngele uf's Oʰr, E Hewl uf dr Kopf, Bis ass s Bluet ʰⁱnatropft ebd. Neujahrsgebräuche und –wünsche s. JB. II 180; III 116; IV 113; V 151; VI 165; VII 203; IX 220; X 219; XII 117. 185. Spassh. Gross (anstatt Prost?) N.! (doch Bayer. 1, 1210 Grossneujahr = Dreikönigstag) E Stolleⁿ an s Oʰr! E Bëngel an deⁿ Kopf Dass s Bluet eratropft! Str. ‘Wie i zuem N. N. kumm, un sa em: gross Neujohr! Ze rebundiert der mier: Un e Basteed an's Ohr’ Schk. 205. Iʰ wünsch e glückhaftigs neüs Joʰr! un gëⁿ mir s glich, noʰ (dann) is s woʰr NBreis. E eprem s N. abgwinneⁿ ihm zuerst Glück wünschen. 2. der Neujahrstag: am N. 3. Neujahrsgeschenk, gebackener Ring od. Wecken: s N. bekummeⁿ von dem Paten oder der Patin. Hes s N. schun g holt? Ingenh. ‘Die neundt Schell der Aberglaubnarren ist, viel newer jar ausztheilen auff den newen Jarstag’ Geiler 65. Narr (Kl.) — Schweiz. 3, 60. †neüjaʰrleⁿ [nèijórlə Steinb.] Neujahr feiern. Er het drei Tag geneüjoʰrlt. PfWB LothWB RhWB Schalkjaʰr n. Schaltjahr Dunzenh. Z. [Bd. 1, Sp. 410b]
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