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Wörterbuch der elsässischen Mundarten  
 
(Haw bis Gruebhau (Bd. 1, Sp. 393b bis 394a)
 
 (Haw m. Hieb) in

Anhaw grosser Holzklotz, auf dem anderes Holz gespalten wird. ‘wiltu nach zu dem bret kommen, so must du lassen holtz uff dir howen, du must ein anhaw sin, da man holtz uff hawet’ Geiler 15 St. 1, 8. — Schweiz. 2, 1802.

Dur(ch)haü [Tùrχhài Bf.; Tûrhày Olti. Pfetterhsn. Hirzfn.] m. Bahn durch den

[Bd. 1, Sp. 394a]
Wald, auf welcher die Bäume oder Hecken abgeschnitten sind zur Abgrenzung oder Vermessung.

Urhau jetzt ausgeholzter Wald. ‘Den armen Leuten, welche von der Obrigkeit Erlaubniss haben Holtz in dem Forst und Urhau zu holen’ Mü. FeldR. 3. — Schweiz. 2, 1803.

Haü(e), Hau, Hoü [Hoỳə Steinbr. Fisl. Sier. Strüth; Hàiə Roppenzw.; Hài Bf.; Hày Scherw. Dessenh.; Hœỳ Barr Bisch. K. Z. Betschd.; Hoi Dü.; Haù Str. Ndrröd. W.] f. Hacke, breit und flach im Ggs. zum Karst, dient bes. zum Kartoffelaushacken (U.) und zum leichten Umhacken der Erde zwischen Rebstöcken und Kulturpflanzen, s. rüeʰreⁿ I. ‘howe’ Brucker. ‘mit howen’ Chron. 797, 18. ‘so schlecht er dich mit der hauwen an den kopff’ Geiler Narr. 118.

Demin. Häule O., Häuel(e) U. n. kleine Hacke; Rebmesser zum Spalten von Rebenholz Osenb. ‘Haw, Karst ligo’ Dasyp. ‘Rutrum Haw’ Gol. 53. — Schweiz. 2, 1811. Bayer. 1, 1023 Hauen.

 PfWB  RhWB Breithau [Prèithoi] f. Hacke, sehr breit, daher auch als Schaufel zu benutzen M. Mittl.Schweiz. 2, 1813.

Garteⁿhäule, Garteⁿhäuel n. kleine Hacke, auf der Rückseite mit zwei Zinken versehn Dü. U. — Schweiz. 2, 1812.

 PfWB Gëlruebhäuele n. kleine Hacke zum Ausgraben der gelben Rüben Henfli.

Grefzeⁿhau f. Hacke womit man Gräben herstellt Scherw.; s. Grefz Seite 271.

Gruebhau f. breite Hacke, vorn und hinten mit schaufelförmigen Eisen versehen, zum Herauswerfen der Erde aus Gruben Bebelnh.Schweiz. 2, 1812.