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Wörterbuch der elsässischen Mundarten  
 
Hangeⁿ bis Wagghängel (Bd. 1, Sp. 352b bis 353a)
 
  Hangeⁿ [Hàə Hf.] m. Abhang; Nom. ungebräuchlich. Dis Stück lijt am H. Ich bin deⁿ H. nüwer gangeⁿ.

Hängel [Hal Mutzig] n. Zweig mit reifem Obst: e H. Kirscheⁿ.

Anhang [hàk M.] m. 1. Familie als Last: [híryot ty næmə (nur) tanə Pyù: ər hèt kè A. keine Eltern und Verwandten M.] Str. 2. †Klausel, Bedingung: ‘Mit dem Anhang dass ..’ unter der Bedingung .. Zwinger IV u. ö. — Schweiz. 2, 1440. Bayer. 1, 1130.

Anhängerles n. das in der Pfanne hängen Gebliebene Str.

 PfWB  RhWB Brothang [Próthà Lobs. Betschd.] m. aufgehängtes Gestell im Keller, worauf Brot gestellt wird. Syn. Brotreit s. d. — vgl. Schweiz. 2, 1444. Schwäb. 260 Hängel m. Brett an Seilen, um Esswaren vor Mäusen zu sichern.

†‘ein Uberhang une saillie’ Martin Coll. 172. ‘Uberhang projectura aedificii in publicum. H. sic hodie apud nos’ Oberlin 2, 1698. Wie weit ein Obergeschoss über die Strasse vorgebaut werden durfte, gibt eine Zeichnung am Südportal des Münsters auf dem vorspringenden Pfeiler an: DIS. IST. DIE. MAZE. DES. BERHANGES.

 PfWB  LothWB  RhWB Umhang [Ùmhà Liebsd.; Nùmhà Dunzenh. Z. bis Lobs. Tieffenb.; Ùmhàk Dü. Beblenh.; Ùhà Wittenh. Bischw.; Mùhà Prinzh.; Ùmhòk Wh.; Pl. –ha; –hæ Str.] m. Vorhang an Betten, seltener an Fenstern, Gardine. ‘Der Umhang im Tempel zerreiss’ Geiler Bilg. 50ª. Demin. Umhängel [Ùmhal Hi. Liebsd. Su. Hüss. Horbg. Logelnh. Rapp. Brum.; Nùmhakl Dunzenh. Z.; Ùmhækl Büst; meist Pl. -halə] n. Fenstervorhang. De Numhängle

[Bd. 1, Sp. 353a]
sin awer nit schön geböjlt Geud. Synon. Fënstertüechl Z.Schweiz. 2, 1439.

†‘die Erdhängel cardines terrae’ Fisch. Garg. 235.

Ghängel, Ghänkel [Khal Hf.; Khèl Ingw.; Khakl Horbg. NBreis.] m. herabhängender Nasenschleim NBreis. Ingw.

Rotzghängel m. 1. herabhängender Nasenschleim. 2. Schmutzfink Rapp. Bf.

Wagghängel [Wójkhal Rapp. Mütt. Bf.; Wǿj- K. Z.] m. Waage zum Aufhängen.