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Wörterbuch der elsässischen Mundarten  
 
Hakeⁿ bis Iⁿhakeⁿ (Bd. 1, Sp. 315a bis 315b)
 
  Hakeⁿ [Hókə Sier. bis Wörth Büst; Hyokə M.; Hôkə Bf. Str.; Pl. Hékə, Hêkə, Hièkə M.; Hókə Obhergh.] m. 1. Haken: Häng dr Huet aⁿ dr H.! [Wù sen tan te Hêkən ànə khùmə? Geud.] ‘Hacken Fischgabel mit Widerhaken’ Brucker. 2. Karst: nimm dr H. uf dr Buckl un faʰr ab! Hi. 3. Hindernis, Schwierigkeit: do is ebeⁿ grad dr H.; do stëckt dr H. das ist es eben, daran fehlt es. Dis Ding het e H. 4. Pl. Beine: nemm dini Hokeⁿ zsammeⁿ! Büst. Demin. Häkle [Hêkli Olti. Banzenh.; Hékla Lutterb. Su. Dü.; Hékl Hf. U.; Hêkl Str. Lohr] n. 1. Häkchen. Spw. Was e Häkel wëreⁿ will, krümmt sich be Ziteⁿ Bf. 2. Werkzeug zum Häkeln, wofür auch frz. crochet gebraucht wird. 3. Schwierigkeit: dis het allewëj e Häkel das hat auf jeden Fall ein Bedenken Geud. Wënn keⁱⁿ H. drzwischeⁿ wär! Heidw. Zss. Hakeⁿmann, –mësser, –nas, –stëckeⁿ. — Schweiz. 2, 1089. Bayer. 1, 1070.

Bankhokeⁿ [Pàkhûkə Dü.; Pàkhókə Westhalten Obhergh. K.] m. eiserner od. stählerner Haken, den die Wagner oder Schreiner gebrauchen, um etwas auf der Hobelbank festzuhalten, was die Schraubvorrichtung nicht erfasst. — Schweiz. 2, 1094.

Brandhakeⁿ [Prànthókə Obhergh.] m. Haken, woran der Bötticher den Schwefelbrand hängt beim Einbrennen des Fasses.

Burneⁿhakeⁿ [Pùrnəhókə Dachstn.] m. Brunnenhaken, woran der Eimer im Ziehbrunnen hängt.

Drëckhakeⁿ [Trakhóka Su. Ruf.] m. schmutzige Person, meist weibl. Geschlechts (männl. Drëckbaschi).

Enkerhakeⁿ m. Ankerhaken. ‘Bym Enkerhoke (Nase) dnoh vom Knecht im Raspelhuus do lacht aim's Herz im Lyb’ Pfm. III 4.

Fasshakeⁿ [Fàshóka Obhergh. Hlkr.] m. = Brandhakeⁿ.

Fliesshakeⁿ [Flièshyokə M.] m. Haken mit langem Stiel, mit dem beim Flössen die einzelnen Holzstücke losgelöst werden, wenn sie hängen bleiben.

 PfWB  LothWB  RhWB  RhWB Fürhakeⁿ m. Schüreisen, Feuerzange;

[Bd. 1, Sp. 315b]
Werkzeug der Feuerwehr zum Abreissen brennender Gebäude allg. — Schweiz. 2, 1092.

Hölleⁿhakeⁿ [Hèləhôkə Rapp.] m. 1. Bezeichnung des Thales der »hinteren Glashütte« rechts der Gebirgsstrasse von Rappoltsweiler nach Markirch Stöber Sagen I 106. 147. 2. eine gefährliche Stelle im Rhein (s. Judasweg) Geiler Sch. der Pön. 33. — Schweiz. 2, 1093.

Iⁿhakeⁿ [Íhôka Co. Scherw.] m. Schlammbeizker, cobitis fossilis.