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Hudel bis hudlëcht (Bd. 1, Sp. 303b bis 304b) | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
Hudel Spinnhudel hudleⁿ ane hudleⁿ umenander hudleⁿ us hudleⁿ verhudleⁿ Hudler Hudlereⁿ Vaterunserverhudler hudlëcht hudlig Hudelte Huder(e) hudereⁿ verhudereⁿ verhudert Hudi Hudi Hafeⁿ Häfele Ankeⁿhafeⁿ Bähäfel Bluemeⁿhafeⁿ Brummelhafeⁿ Brunzhafeⁿ Butterhafeⁿ Gifthafeⁿ Glückshafeⁿ Glüethafeⁿ Griebeⁿhafeⁿ Hellhafeⁿ Kaffeehafeⁿ Kochhafeⁿ Konfitürhafeⁿ Kunkelhäfele Kunsthafeⁿ Limhafeⁿ Maieⁿhafeⁿ Milchhafeⁿ Milchhäfeles Nachhafeⁿ Rollhafeⁿ Rutschhafeⁿ Schërrhäfel Schmalzhafeⁿ Schnapshafeⁿ Schumhafeⁿ Siʰhafeⁿ Sparhafeⁿ Sparhäfel Spatzeⁿhafeⁿ Sprënzhafeⁿ Sprënzelhafeⁿ Sprützhafeⁿ Stollehafeⁿ Strusshafeⁿ Suppeⁿhafeⁿ Suterhafeⁿ Hafner Hafeⁿguck Hefel Hof Dinghof Gschirrhof Kilchhof Ladhof Wërkhof hofeliereⁿ (hoffen) hoffeⁿtlich Hoffnung Hoffer Hufeⁿ hufeswis Bockhüfel Dürrhufeⁿ Glunshufeⁿ Grundhufeⁿ Hauhufeⁿ Kasthufeⁿ Klammerhufeⁿ Koʰlhufeⁿ Luckhufeⁿ Misthufeⁿ Muthufeⁿ Schärhufeⁿ Schärmushufeⁿ Schibhufeⁿ Spräjerhufeⁿ Stëckhufeⁿ Teüfelshufeⁿ Wëtterhufeⁿ wëtterhüflig huffecht hufëchtig hüfig Grosshäufigen Kleinhäufigen ghuft | [Bd. 1, Sp. 304a] PfWB Spinnhudel [‘Spìnhùtl, ‘Spenhùtl Barr Molsh. Str. Brum. Ingw. AEckend. Betschd. Obbr. Wörth Ndrröd.; Pl. –ə] f. 1. Spinnwebe; als Vergleich bei abgetragenen oder sehr leichten Kleiderstoffen: s is nur noch e Sp. 2. eine zerzauste, verwirrte Stelle in der Spinnarbeit Z. 3. Spinne: Wëⁿⁿ mr am Morjeⁿ Spinnhudleⁿ sⁱeʰt, git s Glück, am Oweⁿ Unglück Barr. hudleⁿ [hûtələ Hi.; hûtlə Su. Hlkr.; hùtlə Steinbr. Osenb. Ingersh. Str. Kindw. Ndrröd. Wh.] 1. verwirren, verwickeln: ich hudl deneⁿ Fadeⁿ Kindw. 2. plagen. ‘hudeln gourmander’ Martin Parl. N. 292. 3. absol.: schnell, aber schlecht arbeiten: hudl nit so! ‘Man findt deren Narren vil, die sudlen vnd hudlen das werk hinweg’ Geiler Narr. 97. 4. regnen: s hudlt dr ganz Taj Hlkr. 5. mit kleinen Schritten gehn, wie Kinder Hi. 6. refl. sich beeilen Pfirt. ‘Chlei’ Maidele, hudle di, Gang in d’ Bach un sudle di!’ u. s. w. Kinderreime Stöber Volksb. 129. — Schweiz. 2, 1002. Schwäb. 290. Vgl. Bayer. 1, 1055. ane hudleⁿ in der Eile unordentlich machen Str. — Schweiz. 2, 1003. umenander hudleⁿ nachlässig umherlaufen Pfast. us hudleⁿ 1. den Backofen reinigen mit einem nassen Lumpen Ndhsn. 2. ausschelten; verleumden, verklatschen fast allg., bes. O. — Schweiz. 2, 1003. verhudleⁿ [fərhûtlə Dü.; fərhùtlə Geberschw. Katzent. M. Mittl. U. W.] 1. verwickeln, verwirren, unter einander bringen: verhudl miʰ nit üwer em Sprüchl saueⁿ. ‘Doch dueh Er nur d’ Persone nit verhuttle’ [Bd. 1, Sp. 304b] Hudler [Hùtlər Büst Rauw.] m. ein hastiger, übereiliger Mensch, der alles in Unordnung bringt: der H. do is schuldig dran, dass mⁱr de Dissl am Waueⁿ gebrochⁿ han. — Schweiz. 2, 1004. Hudlereⁿ f. ein Mädchen, das schlecht strickt Kindw. ‘hudlerin’ Hure Pauli 351. Vaterunserverhudler m. Störenfried Str. hudlëcht [hùtlaχt Hindish. Betschd.; –lǽχt Str. Wh.; –lòt Geisp.; –lat K. Z. Weyersh.] Adj. Adv. 1. lumpig, unordentlich. ‘hudellechtig pannosus’ Dasyp. ‘ein zerrissener hudlechter Mantel’ Geiler Ev. mit Ussl. 213ª CS. 2. schlecht, minderwertig: hudlëchti War, e h. Kuʰ Hf.; der Win is h. Weyersh.; h. Wëtter. 3. übel, schwach, ohnmächtig, kränklich: s is mir h. (im Maueⁿ). s is e hudlëtter Mann Hf.; s geʰt h. bi iʰm Ndrröd. ‘Huddlächt (elend) huck i hingerm Fängster’ Hartmann Schk. 406. ‘Es isch em halt schunn lang huddlecht’ Pfm. II 5. 4. moralisch elend: dis is jetz emol e hudlëʰter Keib! Z.
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