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Wörterbuch der elsässischen Mundarten  
 
Hobel bis Hindernuechthobel (Bd. 1, Sp. 298a bis 298b)
 
  Hobel [Hópl Olti.; Hówl Steinb. Hattst. Su. Osenb. Banzenh. Ruf.; Hòwl Co. U. W.; Pl. Héwl Su.; Hòwlə U.; Hòwələ Lützelstn.] m. ( f. M. Dunzenh. Ruf. Hf. Lützelstn.) Hobel. Dr Satz Höwl die zum Schreinerhandwerk nötigsten Hobel Su. Rda. Du kanns mir dr (deⁿ Han.) H. usbloseⁿ ich frage nichts nach dir Hattst. ‘Blos mer der Howel uss!’ Mü. Mat. 5, 55. Wart numme, dem will ich awer deⁿ H. usbloseⁿ dem will ich den Eigensinn austreiben Geud. Mit deʳ grosseⁿ H. drüber faʰreⁿ eine Arbeit oberflächlich verrichten Ruf. Demin. Höbele [Hewala Su.] Zss. Hobelbank, Hobelspän.

[Bd. 1, Sp. 298b]
Schweiz. 2, 945. Bayer. 1, 1039.

Bschnidhobel [Pníthòwl Bf.] m. Buchbinderwerkzeug zum Beschneiden eines Buches.

Bierhobel [Pîrhòwl Str.] Abwischlappen im Bierhaus.

Doppelhobel [Tòplhówl Obhergh.] m. feiner Hobel zum fertig machen. — Schweiz. 2, 947.

 PfWB  RhWB Falzhobel [Fàlshówl Steinb.; Fèlshówl Obhergh.] m. Hobel, mit dem man Vertiefungen herstellt.

Fënsterhobel [Fantərhówl Steinb.] m. Hobel, der beim Verfertigen der Fenster benutzt wird.

Fischhobel, Schiffhobel [Fìhówl Steinb.; ‘Sifhòwl Str.] m. Hobel mit gebogenem Messer, nach der Form so genannt. — Schweiz. 2, 947.

 PfWB  RhWB Fueghobel [Fỳakhówl Westhalten b Ruf. Obhergh.; Fỳajhòwl Rapp.; Fŷjhòwl Str.] m. langer Hobel, der eine zum Anleimen bestimmte flache Kante herstellt. = Rauʰbank.

Grathobel [Krthówl Steinb.] Hobelart zum Herstellen der schrägen Kante, des Grats.

Grundhobel [Krùnthówl Steinb.] m. Hobel zum Aushöhlen der Bretter, welche Vorsprünge aufnehmen sollen; gehört zusammen mit dem Grathobel.

Hindernuechthobel [Hintərnỳaχthówl Steinb.] m. grosser Hobel zur groben ersten Bearbeitung der Dielen.